Wie lange ist man beim Hörsturz krankgeschrieben?

Wie lange Sie nach einem Hörsturz arbeitsunfähig sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Art und Schwere der Hörminderung können auch mögliche Begleitsymptome (u. a. Tinnitus, Schwindel) einen entscheidenden Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Prognose nehmen.

Gehen Sie frühzeitig zum Arzt

Der Hörsturz ist zwar kein Notfall, sollte aber dennoch zeitig einem HNO-Arzt vorgestellt werden. Nur der Facharzt kann anhand diverser Untersuchungen beurteilen, ob es sich wirklich um einen Hörsturz handelt und falls ja, wie dieser hinsichtlich Form und Schweregrad einzuordnen ist.

Je nachdem, welcher Art Ihre Innenohrschwerhörigkeit ist und wie ausgeprägt die Begleitbeschwerden auftreten, wird Ihr Arzt mit Ihnen eine geeignete Therapie in die Wege leiten. Je früher Sie dann mit der Behandlung beginnen, desto besser stehen die Chancen, rasch wieder vollständig gesund zu werden.

Egal um welchen Typus es sich beim Hörsturz letztendlich handelt, allen Betroffenen wird prinzipiell empfohlen, sich nach einem solchen Ereignis ausreichend zu schonen und unbedingt kürzerzutreten. Diesen Rat sollten Sie befolgen, wenn Sie möglichst schnell wieder gesund werden und vor allem auch zukünftig Rückfälle vermeiden möchten.

AU bis zu mehreren Wochen möglich

In der Regel werden Sie mit einem Hörsturz daher auch krankgeschrieben. Unabhängig von der generell empfohlenen Auszeit hängt die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (AU) noch von anderen Umständen ab.

Ein Kriterium, das ausschlaggebend für die Länge der Krankschreibung sein kann, ist beispielsweise, wie sich die Krankheit auf Ihren Beruf und das soziale Umfeld unmittelbar auswirkt. Wenn der Hörsturz also mit einem stark ausgeprägten Hörverlust einhergeht und Sie ggf. sogar noch Begleitsymptome aufweisen, dürfen Sie davon ausgehen, dass diese Einschränkungen im Alltag durchaus eine längere AU von mehreren Wochen bedeuten können.

Ganz wichtig: Setzen Sie sich nicht unter Druck, sondern geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die er braucht, um sich so gut wie möglich wieder zu erholen. Auf diese Weise erhöhen Sie auch die Chancen auf eine vollständige Regeneration Ihres Hörvermögens.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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