Was kann eine Neurodermitis auslösen?

Die Anlage, überhaupt Neurodermitis bekommen zu können, ist meist schon genetisch verankert. Aber unabhängig von der Veranlagung gibt es dann auch immer Faktoren, die entweder das erstmalige Auftreten oder einen erneuten Krankheitsschub auslösen.

In vielen Fällen sind solche Auslösefaktoren bestimmte Allergene. Also Substanzen, die bei entsprechender Veranlagung eine allergische Reaktion auslösen können. Ein Neurodermitis-Schub wird also nicht selten durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Nahrungsmittelallergene ausgelöst. Das illustriert auch die enge Verwandschaft zwischen Allergien und der Neurodermitis. Auch wenn die Ursachen beider Erkrankungen nach wie vor nicht endgültig geklärt sind, kann man mit Sicherheit sagen, dass eine Allergie und eine Neurodermitis nur zwei verschiedene Ausdrucksformen ein und derselben Störung sind. Nicht umsonst wird die Neurodermitis im medizinischen Fachjargon ja auch atopisches Ekzem genannt (Atopie = allergische Reaktion).

Weitere Auslöse-Faktoren: Wetter, Psyche, Kleidung

Neben den Allergiestoffen gibt es aber auch noch weitere typische Auslösefaktoren für eine Neurodermitis. Keiner dieser Faktoren ist ein Muss, keiner tritt bei jedem Betroffenen in Erscheinung, aber in der statistischen Gesamtbetrachtung sind die folgenden Faktoren auffällig häufig beteiligt:

  • abgelaufene Infektionen im Vorfeld
  • Klimawechsel (z.B. plötzlich sehr hohe Luftfeuchtigkeit)
  • psychische Belastungssituationen (Kummer, Stress, Ängste)
  • bestimmte Kleidungsstoffe (auffällig oft eher rauhe Stoffe)


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