Zahlt die Krankenkasse die UV-Lichttherapie bei Neurodermitis?

Das kommt darauf an, um welche Art der Lichttherapie es sich bei Ihnen handelt und wo Sie diese durchführen lassen. In der ambulanten Behandlung der Neurodermitis bezahlen die Krankenkassen derzeit in der Regel lediglich die "trockene" UVB/UVA-Phototherapie.

Keine Balneo-Phototherapie möglich

Anders als bei der Schuppenflechte (Psoriasis) werden viele der UV-Lichttherapien, die in Hautarztpraxen beim atopischen Ekzem (Neurodermitis) zur Verfügung stehen, von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht übernommen. Hier ein kleiner Überblick.

Ambulante UV-Phototherapien, die bei Neurodermitis nicht von der GKV bezahlt werden:

  • UVA-1-Phototherapie (Niedrig-, Mittel- und Hochdosis)
  • Photo-Sole-Therapie mit UVB311nm
  • Bade-PUVA-Therapie
  • Excimer-Laser 308nm (bei pruriginöser Neurodermitis)

Man kann also zusammenfassen, dass in der ambulanten Betreuung von Neurodermitikern momentan leider weder die Balneo-Phototherapien noch die UVA-1-Behandlungen oder der Excimer-Laser zum Leistungskatalog der Krankenkassen gehören.

Das könnte teuer werden

Wenn Sie dennoch eine der oben genannten Therapievarianten bei Ihrem niedergelassenen Hautarzt in Anspruch nehmen wollen, könnte das teuer werden. Um bei der UV-Lichttherapie einen möglichst guten Effekt zu erzielen, sollte man nämlich gerade am Anfang etwa 4 bis 5 Sitzungen wöchentlich über mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Eine Alternative wäre da sicherlich die Anbindung an eine wohnortnahe dermatologische Tagesklinik, wo Sie (wenn es der Hautbefund rechtfertigt) Zugang zu sämtlichen Behandlungsmöglichkeiten hätten, ohne stationär in einer Klinik bleiben zu müssen.

Nachfragen kostet nichts

Auch wenn der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen beim atopischen Ekzem derzeit noch viele Lücken aufweist, sollten Sie dennoch nicht gleich frustriert die Flinte ins Korn werfen. Die GKV konkurrieren untereinander und werben stets um neue Kundschaft. Haken Sie ruhig mal bei Ihrer Krankenkasse nach, ob es ggf. nicht doch die eine oder andere Option für Sie gibt. Fragen kostet schließlich nichts.

Autorin. Dr. med. Sonia Trowe

Mehr zur UV-Therapie finden Sie bei der Schuppenflechte:
UV-Phototherapie bei Psoriasis

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