Gibt es einen natürlichen Ersatz für Kortison-Cremes?

Ja, als natürlicher Ersatz für Hydrocortison hat sich die Ballonrebe bewährt. Sie bildet schwarze Samen mit einem weißen herzförmigen Fleck und wird deshalb auch Herzsame, lat. Cardiospermum halicacabum, genannt.

Cardiospermum: bei akuten Beschwerden etwas schwächer, insgesamt aber mögliche Alternative

Cardiospermum wird hauptsächlich äußerlich angewendet, meist in Form der Urtinktur. Dazu gibt es eine Reihe an Produkten auf dem Markt, in denen der Wirkstoff Cardiospermum-Urtinktur in einer Salben- oder Cremegrundlage eingearbeitet ist, wie in der Dermaplant® Salbe der Firma Dr. Schwabe oder in Halicar Salbe N von DHU. Man kann den Wirkstoff auch als homoöpathische Verdünnung anwenden, dabei sollte man aber bei den Niedrigdilutionen (Verdünnungen) bis maximal D6 verbleiben.

Cardiospermum enthält neben anderen Bestandteilen Phytosterine, die antientzündlich, antiallergisch und juckreizlindernd wirken und damit den Eigenschaften des Kortisons ähneln, daher wird es auch als „homöopathisches Kortison“ bezeichnet. Die Phytosterine greifen modulierend in den Entzündungsprozess, sie mildern Hautrötungen und Schmerzen und fördern die Abheilung. Die Tinktur wird besonders im chronischen oder subakuten Stadium verwendet. In schweren Akutstadien kann sie allerdings dem Hydrocortison unterlegen sein.

Bei Neurodermitis & Co

Salben oder Cremes mit Cardiospermum-Urtinktur werden angewendet bei:

  • Neurodermitis (atopisches Ekzem),
  • generell bei Ekzemen aller Genese,
  • bei Kontaktekzemen,
  • bei Entzündungen der Haut,
  • allergischen Reaktionen auf Medikamente, Detergenzien und Kosmetika,
  • bei juckenden Insektenstichen
  • und bei leichten Verbrennungen.

Bei der Anwendung von Cardiospermum wurden bislang keine Nebenwirkungen beobachtet. Für eine Langzeitbehandlung ist Cardiospermum daher eine gute Alternative zum Hydrocortison.

Autorin: Dr. Kerstin Reider

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