Welche Art von Kleidung ist für Kinder mit Neurodermitis am besten?

Vermeiden Sie Kleidung, die die Haut reizt. Wolle und synthetische Faserstoffe sind eher ungünstig. Am besten sind Kleidungsstücke aus reiner Baumwolle.

Achten Sie insbesondere bei Kleinkindern darauf, dass auch Mützen, Schals, Handschuhe und Strumpfhosen nicht aus Wolle oder Kunstfasern bestehen. Neben Baumwolle ist übrigens Seide eine gute und natürliche Alternative für neurodermitische Haut.

Tricks & Tipps zum Outfit

Es gibt aber durchaus noch weitere Aspekte, auf die man bei der Kleiderauswahl des Kindes mit einem atopischen Ekzem achten sollte.

Alltägliche Anzieh-Tipps bei bestehender Neurodermitis:

  • Vermeiden Sie kratzende Nähte und Etiketten, die in die Wäsche eingenäht sind.
  • Lassen Sie Ihr Kind die Wäsche ggf. "auf links" tragen, störende Nähte liegen dann außen und können die Haut nicht mehr reizen.
  • Waschen Sie neue Kleidungsstücke vor dem Tragen, so lassen sich weitere mögliche Hautreizungen zusätzlich vermeiden.
  • Kaufen Sie eher helle Unterwäsche für Ihr Kind. Dunkle Farbstoffe führen öfter zu Hautirritationen.
  • Lassen Sie Ihr Kind eher luftige, lockere Kleidung tragen. Enge Kleidungsstücke scheuern nicht nur stärker, sondern sorgen auch für vermehrtes Schwitzen und somit für mehr Juckreiz.

Mit Silber gegen die Mikroben

Bei einer chronischen Neurodermitis Ihres Kindes sollten Sie ggf. zusätzlich spezielle silbernitrathaltige Wäsche in Erwägung ziehen. Die in den Textilen verarbeiteten Silberfäden wirken antibakteriell, keimreduzierend, temperaturausgleichend und fördern die Verdunstung von Körperfeuchtigkeit.

Gerade zur Nacht, wenn die Kinder am stärksten unter dem Juckreiz leiden, kann das Tragen von Unterwäsche, Schlafanzügen und/oder Fäustlingen mit einem Silber- und Seidenanteil durchaus sinnvoll sein. Die Kombination beider Materialien wirkt sowohl antientzündlich als auch kühlend und beruhigend.

Einen Haken gibt es allerdings: Die Kosten für Textilien mit einem hohen und somit wirkungsvollen Silberanteil sind nicht zu unterschätzen. Fragen Sie aber ruhig mal bei Ihrer Krankenkasse nach, ob diese Sie eventuell unterstützen kann.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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