Neurodermitis: Worauf sollte man bei der Körperpflege achten?

Im Prinzip sollte man mit Neurodermitis möglichst alles meiden, was die Haut unnötig reizt. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber gerade in Sachen Körperpflege gibt es schon einige Anregungen, die sich ohne nennenswerte Einschränkung der Lebensfreuden umsetzen lassen.

Ein Beispiel: Parfümierte Wasch- und Pflegeprodukte. Ob nun Seifen, Badezusätze oder Hautcremes: Verzichten Sie lieber auf alles, was stärker parfümiert ist. Der Effekt dieser künstlichen Aromen wird sowieso überschätzt. Außerdem sind alle Waschlotionen oder Hautpflegeartikel besser, die frei von Konservierungsstoffen sind.

Am besten rückfettend, ohne Seifenanteil

Ideale Hautwaschmittel sind rückfettende Waschlotionen, am besten ohne Seifenanteil. Sie sorgen für die wichtige Befeuchtung der Haut und sind zudem besser geeignet, den sauren ph-Wert der Haut zu erhalten, weil sie selbst ph-neutral sind. Gängige Seifen und Duschgele sind hingegen meistens alkalisch, also eben gerade nicht sauer.

Ein guter Wirkstoff, um den Feuchtigkeitsgehalt der Haut hoch zu halten, ist auch Harnstoff. Harnstoffhaltige Cremes sind somit bei Neurodermitis in aller Regel gut geeignet. Nur bei akut entzündeter Haut muss man etwas aufpassen, weil Harnstoff beim Auftragen auf offene Hautstellen brennen kann.

Im Zweifel fragen Sie ruhig auch mal in der Apotheke nach, die solche Pflegeartikel in aller Regel vorrätig haben. Apotheker, die sich nicht nur als gewinnmaximierende Medikamentenverkäufer verstehen, rühren solche Mixturen sogar selbst an. Nur der Preis kann ein Problem sein. Aber auch das ist von Apotheke zu Apotheke unterschiedlich.

Neurodermitis mit nässendem Hautausschlag: Sollte man die Stellen trocken halten?

Nein! Es gilt hier als medizinisches Regel „feucht auf feucht“: Behandeln Sie die nässenden Stellen mit wasserhaltigen Cremes oder feuchten Umschlägen (auch Farbstofflösungen).

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