Zu nervös: Gibt es einfache Tricks, um ruhiger zu werden?

Gegen innere Unruhe gibt es viele beachtenswerte Selbsthilfe-Tipps, wie man sich entspannen und beruhigen kann. Ob diese Tipps scheinbar selbstverständlich oder etwas anspruchsvoller sind – entscheidend ist, dass Sie die Hinweise und Empfehlungen beherzigen und umsetzen. Und das ist manchmal schwieriger als man denkt.

Unsere 12 wichtigsten Tipps gegen Nervosität

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Während Entspannungstechniken wie Yoga oder die progressive Muskelentspannung zunächst der Anleitung bedürfen (was unproblematisch über Bücher, CDs oder YouTube möglich ist), gibt es auch Vorschläge für Maßnahmen, die keine Vorkenntnisse erfordern. Wie etwa:

  • Akzeptanz:
    Nehmen Sie Ihre Unruhe erst einmal als momentanen Zustand des Ungleichgewichts an. Sie ist vermutlich ein wertvoller Hinweis, dass es in Ihrem Leben bzw. in Ihrem Umgang damit etwas zu ändern gibt. Ihr Organismus ist der wichtigste Freund, den Sie haben. Hören Sie auf ihn.
  • Bewegung:
    Bauen Sie Ihre innere Anspannung durch regelmäßige Spaziergänge und moderaten Sport ab. Die positiven Auswirkungen betreffen nicht nur Ihr unbewusstes Nervensystem.
  • Leichte Kleidung:
    Haben Sie schon gemerkt, dass auch Kleidung einengen und die Anspannung fördern kann? Bei lockerer Bekleidung sind die nervösen Symptome (bis sie weg sind) besser zu ertragen.
  • Entspannung:
    Bad, Sauna, Massage, beruhigende Musik und Umgebung.
  • Atemübung:
    Bewusste Bauchatmung beruhigt und entspannt.
  • Lachen:
    regelmäßig und viel. Humor heilt. Sehr wirksam für den Unruhe- und Spannungsabbau. Wird manchmal als Kurzurlaub für Körper, Geist und Seele bezeichnet. Und als beste Medizin.
  • Bewusste Gedankenführung:
    Bremsen Sie Ihr nervöses Gedankenkarussell durch bewusste Gedanken, z.B. „Ich atme Ruhe ein“ bzw. „Ich atme Ruhe aus“ in Kombination mit Atemübungen. Oder durch ein einfaches „Stopp!“. Das autogene Training steht Pate. Nicht wundern, sondern üben!
  • Lieblingsbeschäftigung:
    Nicht nur erledigen, was gemacht werden muss, sondern auch immer wieder konzentriert und freudig tun, was man am liebsten tut. Das verschafft den Nerven Erholung und fördert das seelische Gleichgewicht. In früheren Zeiten nannte man das auch Muße.
  • Neues kennenlernen:
    Die Freude am Entdecken und Erlernen neuen Wissens und neuer Fertigkeiten (z.B. handwerklich oder künstlerisch) tut Ihrem Geist, Ihrer Kreativität und Schöpfungskraft und auch Ihren Nerven gut.
  • Glauben:
    Ohne Spiritualität ist unser Erfahrungshorizont reduziert. Warum? Wir können nicht alles wissen. Glauben ist also ein Überlebensinstrument. Vor allem der Glaube an uns selbst und an die Schöpferkraft, derer sich unser Universum verdankt.
  • Psycho- und Sozialhygiene:
    leider nicht immer so einfach wie es klingt. Werfen Sie über Bord, was Ihre bedingungslose Selbstliebe einschränkt und Ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen mindert. Machen Sie sich von der Anerkennung durch andere unabhängig, aber lassen Sie sich von anderen helfen. Vergessen Sie Ihren Hang zur Perfektion. Nichts im Leben ist perfekt. Und muss es auch nicht sein.

Autor: Dr. Hubertus Glaser