Was versteht man unter der schubförmig remittierenden MS?

Als schubförmig remittierende MS bezeichnet man eine bestimmte Ausprägung der Multiplen Sklerose. Wie der Name schon andeutet, verläuft die Erkrankung dabei in einzelnen Schüben, die sich vollständig oder unvollständig wieder zurückbilden. (Remission = Rückbildung ; remittieren = zurückbilden).

Die körperlichen Schäden während eines Schubes verschwinden nach Abklingen des Schubes also komplett oder zumindest zu einem großen Teil wieder.

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Von der schubförmig remittierenden MS abgegrenzt wird die sekundär progrediente MS. Dabei kommt es zu einer langsamen Zunahme der neurologischen Schäden, d.h. die Rückbildung dieser Schäden (die Remission) bleibt aus. Eine schubförmig remittierende MS kann nach 10-15 Jahren in eine sekundär progrediente MS übergehen. Das ist bei ungefähr jedem zweiten Patienten mit MS der Fall.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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Kommentare (3)
Schubförmige MS
3 Dienstag, den 28. Juni 2016 um 11:44 Uhr
Ich habe seit 2013 fest diagnostiziert MS ..... es ist erschreckend, dass sich bei mir die Symptome kaum bis nicht zurückbilden. Das Gehvermögen würde ich als sehr schlecht beurteilen, trotz Cortison Therapie (April & Juni), zudem werden weiter taube Stellen am Körper beobachtet, rechter Arm taub, links geht`s nun auch voran, der Vorfuß taub bis Knöchel.
Es ist schwer, mit dieser nicht einschätzbaren Krankheit zu leben. Auch von Angehörigen wird viel abverlangt....diese müssen sich oft unerwartet auf neue Ausfälle des Körper & des geistigen Zustandes (Vergesslichkeit) einstellen. Ich habe einen riesen Respekt davor, was eine Familie alles aushalten kann. Ich bin jedoch der Meinung, dass ich selbst nicht mehr die schubförmige MS habe, sondern langsam auf die sekundäre MS zuwandere.
MS
2 Montag, den 10. November 2014 um 20:42 Uhr
Meine Tochter hat einen Schub rem. MS, es ist furchtbar, wie viele Ängste man durchstehen muss. Die Therapie mit Lemtrada hat ihr bis jetzt gut getan, doch ich als Mutter fühle mich wie auf einer Zeitbombe sitzend, das tut so unbeschreiblich weh. Die Frage, wie lange hilft es?
schubförmig remittierende MS kann nach 10-15 Jahren in eine sekundär progrediente MS
1 Mittwoch, den 08. Oktober 2014 um 07:56 Uhr
Im Jahr 2012 hatte ich in der Klinik Quellenhof in Bad Wildbad einen vierwöchigen Aufetnhalt (Reha-Maßnahme). Der Chefarzt - Prof. Flachenecker - sagte in einem Vortrag, das nach Diagnosestellung der MS nach etwa 12 - 15 Jahren die Krankheit MS "verbrannt" sein soll. Ich habe es so verstanden, dass damit eine Fortschreiten der Krankheit gestoppt ist, die bestehenden Symptome aber bleiben. Auch habe ich gelesen, dass sich geschädigtes Myelin unter Umständen wieder neu bilden kann.
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