Industriell hergestellte Lebensmittel: Höheres Risiko für MS?

Der Verzehr von bestimmten industriell hergestellten Lebensmitteln scheint das Risiko für Multiple Sklerose (MS) zu erhöhen. Zumindest tritt die Erkrankung in Ländern, in denen diese Lebensmittel besonders häufig gekauft werden, deutlich häufiger auf. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.

In der Untersuchung wurden in sieben EU-Staaten die Produktionszahlen bestimmter Lebensmittel mit der Häufigkeit der MS verglichen. Dabei zeigte sich in den Ländern ein relevant höheres Erkrankungsrisiko, in denen folgende industriell gefertigten Nahrungsmittel besonders häufig konsumiert werden:

  • Margarine
  • Fleisch- und Wurstkonserven
  • Marmelade und Konfitüre
  • Schokolade und Schoko-Konfektionswaren
  • Zuckerkonfektionswaren
  • Bier

Allerdings ist damit ein Zusammenhang nicht bewiesen. Denn theoretisch könnte es durchaus sein, dass in den Ländern mit bestimmten Lebensmittel-Häufigkeiten auch andere Umwelt- oder Lebensstilfaktoren unterschiedlich sind. Dass es also gar nicht an der Ernährung liegt. Gleichwohl hält der deutsche Epidemiologe Dr. Klaus Lauer diese Ergebnisse für einen ernstzunehmenden Hinweis, dem in weiteren Untersuchungen nachgegangen werden sollte.

Autoren: WANC/, 23.06.10
Quelle: 
ENS Abstract P615

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