Erhöht Rauchen das MS-Risiko?

Dieser Frage ist in den vergangenen Jahren gleich in mehreren Studien nachgegangen worden, und die bisherigen Ergebnisse legen nahe, dass Rauchen tatsächlich das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken, erhöht. Die Gründe dafür sind aber noch unklar.

Je nach Studie ergaben sich für Raucher gegenüber Nichtrauchern erhöhte Erkrankungsraten um den Faktor 1,2 bis 1,8. Auch die Ausprägung der MS, also der Krankheitsverlauf und die Progression, war bei Rauchern im Schnitt ungünstiger.

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Nicht nur Nikotin ist schuld

Nikotin ist ein bekanntes Nervengift und schwächt das Immunsystem, allein deshalb kann man sich vorstellen, dass Rauchen ein Risikofaktor sowohl für die Entwicklung der Multiplen Sklerose als auch für einen schwereren Verlauf ist. Verantwortlich sind nicht allein das Nikotin, sondern andere schädliche Stoffe des Zigarettenrauchs, die die Nervenhüllen (Myelinscheiden) direkt schädigen.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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