Wird die MS vererbt?

Die Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinne, aber genetische Faktoren spielen bei der Entstehung eine Rolle. Allerdings müssen offensichtlich immer mehrere Faktoren zusammenkommen – neben einer genetischen Veranlagung auch Umweltfaktoren –, damit die Erkrankung entsteht.

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Bei MS-Fällen in der Familie ist das Risiko selbst zu erkranken je nach Nähe des Verwandtschaftsgrades unterschiedlich stark erhöht. Bei eineiigen Zwillingen liegt es bei 35%, bei Verwandten ersten Grades (wenn z.B. Geschwister oder Eltern an MS erkrankt sind), liegt das eigene Risiko bei 3-4%.

Vererbt wird also eher die Neigung zu der Krankheit. Doch sind bei der Krankheitsentstehung offenbar viele Faktoren beteiligt, die längst nicht alle erforscht sind, so dass die Vererbung allein nicht ausschlaggebend ist.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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