Multiple Sklerose: Ursachen und MS-Risiko

Wodurch entsteht eine Multiple Sklerose? Kann man sich davor schützen? Warum tritt die Erkrankung in westlichen Industrienationen häufiger auf als in Dritte-Welt-Ländern? Um die Ursachen der MS geht es in diesem Kapitel.

Was ist die Ursache der Multiplen Sklerose?

Warum habe ich MS? Das ist eine Frage, die sich fast alle Menschen mit Multipler Sklerose stellen. Leider gibt es darauf aber keine befriedigende Antwort. Die genauen Ursachen der Multiplen Sklerose (MS) sind nach wie vor ungeklärt.

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Warum sind Frauen häufiger von einer Multiplen Sklerose betroffen als Männer?

Warum Frauen häufiger an einer Multiplen Sklerose (MS) erkranken als Männer, ist trotz intensiver Forschung zu diesem Thema bislang nicht eindeutig geklärt.

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Ist die Multiple Sklerose vermeidbar?

Viele Menschen, die eine Multiple Sklerose bekommen haben, stellen sich die Frage "Bin ich schuld?" oder "Was habe ich falsch gemacht?". Die Antwort lautet: "Nichts. Es gibt keine Schuld."

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Ist die Häufigkeit der MS überall auf der Welt gleich?

Nein, es gibt Regionen und Völker, bei denen die Krankheit kaum vorkommt und andere, bei denen die Multiple Sklerose (MS) deutlich häufiger auftritt.

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Wird die MS vererbt?

Die Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinne, aber genetische Faktoren spielen bei der Entstehung eine Rolle. Allerdings müssen offensichtlich immer mehrere Faktoren zusammenkommen – neben einer genetischen Veranlagung auch Umweltfaktoren –, damit die Erkrankung entsteht.

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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit an Multipler Sklerose zu erkranken, wenn MS bereits in der Familie aufgetreten ist?

Das hängt von der Enge des Verwandschaftsgrades ab. Sind Geschwister an MS erkrankt, liegt die Wahrscheinlichkeit, selbst an Multipler Skerose zu erkranken, bei 4%.

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Können Infektionen in der Kindheit eine MS verursachen?

Das ist umstritten. Die normalen Kinderkrankheiten haben mit der Multiplen Sklerose auf jeden Fall nichts zu tun.

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Erhöhen Impfungen das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken?

Nein, zumindest nicht nach den aktuell vorliegenden Studien zu dieser Thematik. Im Verdacht stand aufgrund von Einzelfallberichten zeitweise vor allem die Impfung gegen Hepatitis B.

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Warum erkranken Menschen mit Geschwistern seltener an MS als Einzelkinder?

Vermutet wird, dass die gehäuften Infektionskrankheiten bei Geschwisterkindern (durch das gegenseitige Anstecken) das Abwehrsystem "abhärten" und so einen Schutz gegen die Multiple Sklerose aufbauen.

   

Warum erkranken Menschen in den Industrienationen häufiger an MS als Menschen in Entwicklungsländern?

Das ist noch nicht endgültig geklärt. Neben genetischen Ursachen gehen viele Experten davon aus, dass die Entstehung der Multiplen Sklerose dadurch begünstigt werden könnte, dass die Kindheit gewissermaßen "zu hygienisch" verläuft. Dass also eine unhygienischere Umwelt in der Kindheit und die damit einhergehenden gehäuften Infektionskrankheiten das Abwehrsystem "abhärten" und so einen Schutz gegen die Multiple Sklerose aufbauen.

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Erhöht Rauchen das MS-Risiko?

Dieser Frage ist in den vergangenen Jahren gleich in mehreren Studien nachgegangen worden, und die bisherigen Ergebnisse legen nahe, dass Rauchen tatsächlich das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken, erhöht. Die Gründe dafür sind aber noch unklar.

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Woher kommt die Vermutung, viel Vitamin D könnte vor MS schützen?

Die "Vitamin-D-Hypothese" kam auf, als man feststellte, dass Menschen in der Äquatorialregion seltener an Multipler Sklerose erkranken als in den nördlicheren und südlicheren Ländern. Menschen in diesen sonnenverwöhnten Regionen haben meist auch höhere Vitamin-D-Spiegel.

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Können auch Kinder und Jugendliche eine Multiple Sklerose entwickeln?

Ja, aber das ist vergleichsweise selten. In den allermeisten Fällen liegt der Erkrankungsbeginn bei Multipler Sklerose (MS) im jungen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren.

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Kann man auch noch in höherem Alter an Multipler Sklerose erkranken?

Ja, allerdings erkranken ältere Menschen nur sehr selten an der Multiplen Sklerose (MS). Ab einem Alter von 40 Jahren wird die Krankheit immer seltener, ab 60 Jahren ist die Anzahl der neu auftretenden MS-Fälle verschwindend gering.

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Ist die Multiple Sklerose ansteckend?

Nein. Da seit Jahrzehnten von einigen Experten (nicht allen) vermutet wird, dass die Entstehung der MS mit bestimmten, seltenen Infektionskrankheiten in der Kindheit zusammenhängen könnte, ist diese Frage aber gar nicht so abwegig.

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Stimmt es, dass die MS durch eine Venenschwäche im Gehirn verursacht wird?

Ein solcher Zusammenhang wird schon sehr lange diskutiert, und es gibt Experten, die diesen auch heute noch vermuten. Gesichert ist er aber nicht, und der überwiegende Teil der Fachwelt steht dieser These eher skeptisch gegenüber.

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Was ist eine chronische cerebrospinale venöse Insuffizienz (CCSVI)?

Die chronische cerebrospinale venöse Insuffizienz (CCSVI) ist die Bezeichnung für eine Theorie zur Entstehung der Multiplen Sklerose (MS). Sie ist nicht nur sprachlich eine Zumutung, sondern auch höchst umstritten.

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