Kommt es infolge der Multiplen Sklerose häufig zu Depressionen?

Häufig nicht, aber häufiger. Das Risiko für die Entwicklung einer Depression im Verlauf der Multiplen Sklerose (MS) ist etwa dreimal größer als das bei Menschen ohne MS. Das sagen zumindest Untersuchungen zu diesem Thema.

Im Prinzip ist das wenig überraschend. Gerade in der Anfangszeit, in der noch unklar ist, wie sich die Erkrankung entwickelt und wie sehr sie den Alltag verändern wird, ist die Gefahr, in eine depressive Verstimmung abzurutschen, natürlich erhöht. Später, wenn sich herausstellt, dass sich auch mit der MS noch erfüllt leben lässt, ist auch eine Depression sehr viel unwahrscheinlicher.

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Das Problem an Depressionen als MS-Begleiter ist im übrigen nicht nur die trostlose Stimmung. Depressionen beeinflussen neben der Gefühlswelt auch die allgemeine und körperliche Funktionsfähigkeit und Befindlichkeit. Körperliche Beschwerden und Probleme verstärken sich und wirken dann wiederum auf die Depression.

In jedem Fall sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie Anzeichen einer Depression bei sich bemerken. Denn es gibt Gegenmittel.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Depression finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Depression

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