Wie macht sich eine Spastizität oder Spastik der Muskeln bemerkbar?

Spastische Beschwerden können bereits früh im Krankheitsverlauf einer Multiplen Sklerose (MS) auftreten. Leichtere Beschwerden entstehen am häufigsten in den Beinen, seltener in den Armen, am Rumpf oder in der Blase.

Was unter dem Begriff "Spastik" zusammengefasst wird, ist in Wahrheit allerdings sehr vielschichtig. Das Beschwerdebild kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein und auch bei einem selbst im Verlauf variieren.

Muskelspastiken: Typische Beschwerden

Die Beine (oder Arme) fühlen sich häufig bereits morgens direkt nach dem Aufstehen steif und gespannt an. Schmerzhafte Krämpfe kommen vor. Manche Menschen mit Spastik leiden auch unter Muskelzuckungen.

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Eine Spastik kann das Bewegen erschweren, man fühlt sich ungelenk, es kommt z.B. häufiger zum Stolpern. Viele Betroffene haben das Gefühl, wie ein Roboter zu gehen. Die Muskelspastik hindert manche Menschen mit MS auch am bequemen Liegen und Schlafen. Mitunter kann es dadurch zu Schlafstörungen kommen.

Bei manchen Betroffenen, die zusätzlich an einer ausgeprägten Schwäche der Muskulatur leiden, wirkt sich eine Spastik aber auch positiv aus: Denn sie können durch die Muskelanspannung besser stehen und laufen.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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Kommentare (1)
Spastik in den Beinen
1 Montag, den 13. Juni 2016 um 12:10 Uhr
Seit einiger Zeit habe ich immer wieder nächtliche Muskelkrämpfe. Seralud 4mg helfen bedingt. Was positiv an der Muskelsteifigkeit der Beine ist, dass man leichter auf einem Bein stehen kann als gesunde Menschen. Stabilität ist super! Naja, wenigstens dies geht gut.
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