Wodurch entsteht bei MS eine Spastik?

Spastische Erhöhungen der Muskelspannung sind eines der häufigsten Symptome bei Multipler Sklerose. Sie entstehen durch MS-Herde in der sogenannten Pyramidenbahn, einer bestimmten Hirnstruktur, die die Bewegungssteuerung und das muskuläre System im Körper regelt.

Zu hohe Muskelspannung

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Die Tonuserhöhungen (= höhere Anspannung) in der betroffenen Muskulatur führen dazu, dass sich die Muskeln über Maßen anspannen und der Gegenmuskel diese Anspannung nicht mehr wettmachen kann. Daraus resultieren dann die bekannten "spastischen" Bewegungsmuster (ungelenke Bewegungen, Gelenkstarren, Fehlstellungen), die nichts, aber auch gar nichts mit der Denkfähigkeit des Gehirns zu tun haben. Zum Glück sind die Menschen, die Spastik mit geistiger Behinderung gleichsetzen, mittlerweile seltener geworden und müssen sich auch eher selbst Gedanken über ihren Geisteszustand machen.

Leider führen die spastischen Tonuserhöhungen bei MS nicht nur zu Bewegungsstörungen, sondern verursachen oftmals auch Schmerzen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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