Stimmt es, dass man bei Multipler Sklerose manchmal trotz Harndrang kaum Wasser lassen kann?

Ja, bei der Multiplen Sklerose (MS) kommt es häufig zu sogenannten neurogenen Blasenstörungen. Eine davon ist, dass man trotz Harndrang die Blase nicht ausreichend oder gar nicht entleeren kann.

Ursache ist eine gestörte Zusammenarbeit von Blasenmuskeln. Der Blasenwandmuskel und der Schließmuskel arbeiten normalerweise fein aufeinander abgestimmt. Bei der MS kann diese Koordination beeinträchtigt sein.

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Für die Betroffenen äußert sich das Problem darin, dass sie trotz spürbarem Harndrang nur mit Mühe Wasser lassen zu können. Der Urinstrahl bricht immer wieder ab, ohne dass die Blase entleert ist. So kann es zu erheblichen Restharnmengen kommen, in denen sich Keime leicht vermehren und zu Blasen- und Nierenentzündungen führen können.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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