Kann es sein, dass sich Missempfindungen bei der MS immer weiter ausbreiten?

Ja, es ist möglich, dass eine Missempfindung sich zunächst auf ein kleineres Hautareal beschränkt, sich dann aber innerhalb von Tagen und Wochen weiter ausbreitet, etwa auf das Bein oder den Arm.

Unzählige Varianten möglich

Das ist jedoch nur eine Variante der im Rahmen der MS möglichen Darbietungen von Sensibilitätsstörungen. Auch am Rumpf, im Gesicht oder am Gesäß können sich Missempfindungen entwickeln und ausbreiten.

Es gibt aber auch Betroffene, die selbst im Laufe der Jahre immer nur ganz lokalisierte, fleckförmige Missempfindungen haben und andere wiederum, die lediglich strumpf- oder handschuhartige Empfindungsstörungen an Händen und Füßen kennen. Dann besteht natürlich auch die Option, dass Missempfindungen (entweder von allein oder durch eine Therapie) für immer ganz verschwinden.

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Nicht zwangsläufig mit einem Schub assoziiert

Übrigens, Zunahme und Ausbreitung der Beschwerden können, müssen aber nicht für einen MS-Schub sprechen. Ob die Ausbreitung der Sensibilitätsstörungen letztendlich durch neue Läsionen im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) entstanden ist, lässt sich aber in der Regel mit Hilfe der Magnetresonanzuntersuchung (MRT) feststellen.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann, Dr. med. Sonia Trowe

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