Was ist das Uhthoff-Phänomen?

Als Uhthoff-Phänomen bezeichnet man eine zunehmende Müdigkeit und Symptomverstärkung bei Temperaturerhöhung. Dieses Phänomen kommt bei Multipler Sklerose relativ häufig vor.

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Es kann auch die Augen betreffen

Auch eine vorübergehende Verschlechterung der Sehschärfe bei körperlicher Anstrengung wird unter dem Begriff Uhthoff-Phänomen geführt. Gemeint ist jedoch vor allem die Zunahme neurologischer Ausfallerscheinungen bei hoher Umgebungs- oder auch Körpertemperatur (heiße Bäder, Sauna, Fieber etc.).

Man spricht in diesem Zusammenhang übrigens auch von einem "Pseudoschub", da sich im Vergleich zu einem "echten" Schub die Symptome schnell wieder verbessern, sobald die Körpertemperatur sinkt. Angeblich sollen 80 % aller Menschen mit MS das Uhthoff-Phänomen hin und wieder erleben.

Keine Gefahr von Dauerschäden

Beim Uhthoff-Phänomen handelt es sich um vorübergehende neurologische "Kurzschlüsse", neue Schäden an den Nerven entstehen folglich nicht. Man vermutet eher, dass der Anstieg der Körpertemperatur dazu führt, dass die Reizweiterleitung in den durch die MS vorgeschädigten Nerven zusätzlich verzögert wird.

Autoren: Dr. med. Jörg Zorn, Dr. med. Sonia Trowe

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Kommentare (1)
Uhthoffsche Phänomwn
1 Sonntag, den 19. Juli 2015 um 18:59 Uhr
Das Uhthoffsche Phänomen kenne & habe ich schon lange - vertrage keine Sauna, keine Hitze uff
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