Multiple Sklerose: MS-Schub

Multiple Sklerose: Warum verläuft die Krankheit bei mindestens 80% der Betroffenen immer in so genannten Schüben? Gibt es ganz bestimmte Symptome, die auf einen "Schub" – und somit auf MS – hinweisen? Wie ist ein chronisch in Schüben voranschreitender Krankheitsverlauf bei Multipler Sklerose zu erkennen? Können die Schübe auch komplett verschwinden? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Was genau ist ein Schub bei der Multiplen Sklerose?

Typisch für die Multiple Sklerose ist das Fortschreiten in sogenannten Schüben. Der Schub ist dabei eine relativ plötzlich einsetzende Phase, in der die Krankheit aktiver wird und der Zustand sich verschlechtert.

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MS: Wie erkenne ich einen Schub?

Ein Schub bei der Multiplen Sklerose bezeichnet das Entstehen eines oder mehrerer Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark. Gleichzeitig kommt es zu körperlichen Beschwerden oder neurologischen Funktionsbeeinträchtigungen.

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Setzt ein neuer Schub bei MS schlagartig ein?

Nein, der Schub kann zwar aus heiterem Himmel auftreten, baut sich dann aber eher nach und nach auf. Das kann nur einige Stunden dauern, der Schub kann sich aber auch über mehrere Tage langsam aufbauen.

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MS: Wie kann man abschätzen, ob es sich bei neuen Beschwerden um einen Schub handelt?

Es ist nicht immer leicht, bei neu auftretenden Beschwerden anhand der Symptome zu beurteilen, ob es sich um einen neuen Krankheitsschub handelt. Es gilt eine grobe Faustregel, die allerdings auch nicht sonderlich eindeutig ist: Bestehen Beschwerden länger als 24 Stunden, kann es sich um einen Schub handeln.

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Wie lange dauert ein Schub bei der Multiplen Sklerose?

Das ist unterschiedlich. Im Mittel dauern Schübe zwischen einigen Tagen bis zu wenigen Wochen an. Wirklich vorhersagen lässt sich das aber nicht.

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MS-Schub: Gehen die Beschwerden wieder komplett weg?

Typisch für einen MS-Schub zu Erkrankungsbeginn ist, dass die während des Schubes auftretenden Beschwerden komplett wieder verschwinden, wenn der Schub abklingt. Zumindest gilt das für die allermeisten Fälle.

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Können Infektionen einen MS-Schub auslösen?

Ja. Infektionen gelten als sogenannte Triggerfaktoren, das heißt, sie erhöhen das Risiko für einen Schub der Multiplen Sklerose.

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Kann eine Grippe einen MS-Schub auslösen?

Ja. Infektionen gelten als sogenannte Triggerfaktoren, das heißt, sie erhöhen das Risiko für einen Schub der Multiplen Sklerose. Das gilt insbesondere für virale Infektionen wie die Grippe.

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Erhöhen Stress oder Kummer das Risiko für einen MS-Schub?

Das ist nicht endgültig geklärt. Viele frühere Untersuchungen zu dieser Fragestellung hatten methodische Mängel. Neuere Studien deuten darauf hin, dass Stress und emotionale Belastungen das Risiko, einen MS-Schub zu bekommen, tatsächlich erhöhen, allerdings nur leicht.

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Können auch während einer Schwangerschaft MS-Schübe auftreten?

Ja, allerdings kommt das eher selten vor. Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel ist die Wahrscheinlichkeit für MS-Schübe deutlich reduziert. Hier schützt sich der Körper offenbar instinktiv selbst bzw. das Baby.

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