Multiple Sklerose: Diagnostik & Untersuchungen

Gibt es einen Test auf Multiple Sklerose? Kann man durch Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder MRT beweisen, dass eine MS vorliegt? Um die Diagnostik bei Verdacht auf Multiple Sklerose geht es in diesem Kapitel.

Wie wird festgestellt, ob ich eine MS habe?

Ob bei Auftreten bestimmter Verdachtsmomente tatsächlich eine Multiple Sklerose vorliegt oder nicht, ist oft nicht einfach festzustellen. Von Medizinern wurden deshalb diagnostische Kriterien entwickelt, die die Aussage objektivieren sollen. Diese sogenannten McDonald-Kriterien sind unter folgendem Link näher beschrieben: McDonald-Kriterien

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Wie lange dauert es durchschnittlich, bis die Diagnose Multiple Sklerose gesichert ist?

Bis die Diagnose „Multiple Sklerose“ (MS) endgültig klar ist oder endgültig ausgeschlossen ist, vergehen häufig viele Monate, oft auch einige Jahre. Vor allem bei einem sehr milden Verlauf der Erkrankung kann es sehr lange dauern, bis die Diagnose sicher steht.

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Gibt es etwas, was die Diagnose Multiple Sklerose "beweist"?

Es gibt keinen einzelnen Befund, der eine Multiple Sklerose beweist. Zur Diagnosesicherung werden stattdessen verschiedene Befunde kombiniert betrachtet. Näher definiert ist das in den McDonald-Kriterien.

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Verdacht auf MS: Welche anderen Erkrankungen können dahinter stecken?

Nicht alles, was wie eine Multiple Sklerose erscheint, ist auch eine MS. Die sogenannte Differentialdiagnose, also die exakte Klärung, welche Erkrankung oder Störung tatsächlich hinter den Beschwerden steckt, ist leider oftmals kompliziert und langwierig.

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Was sind die McDonald-Kriterien?

Die McDonald-Kriterien dienen dazu, die Diagnose einer Multiplen Sklerose zu sichern oder auszuschließen. Es handelt sich um eine ganze Reihe an Symptomen und Befunden, die, je nachdem, wie viele und welche davon auftreten, für oder gegen eine MS sprechen.

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Gibt es einen Bluttest auf Multiple Sklerose?

Nein. Eine Multiple Sklerose kann nur anhand von bildgebender Diagnostik (v.a. Magnetresonanztomographie) in Kombination mit dem neurologischen Beschwerdebild gestellt werden. Blutuntersuchungen dienen - wenn überhaupt - eher dazu, andere Erkrankungen auszuschließen.

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Welche Blutmarker werden bei Abklärung einer möglichen MS bestimmt?

Zwar kann die Blutuntersuchung keinen Beweis liefern, ob eine Multiple Sklerose vorliegt oder nicht. Dennoch ist sie fester Bestandteil in der MS-Diagnostik - nicht zuletzt, um andere mögliche Ursachen für die Beschwerden abzuklären.

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Verdacht auf Multiple Sklerose: Was bringt die Magnetresonanztomographie (MRT)?

Mit der Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich MS-Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark nachweisen. Die MRT gilt deshalb als wichtigstes bildgebendes Verfahren in der MS-Diagnostik bzw. der Abklärung, ob eine Multiple Sklerose vorliegt.

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Was sind typische MRT-Befunde bei Multipler Sklerose?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) kann MS-Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark nachweisen. Typisch für Multiple Sklerose sind sogenannte periventrikuläre Entzündungsherde (neben den Seitenventrikeln, einer bestimmten Hirnregion, gelegen).

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Ist man bei der Magnetresonanztomographie (MRT) Röntgenstrahlen ausgesetzt?

Nein. Die Magnetresonanztomographie (MRT) kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Die Bilder werden durch ein starkes Magnetfeld und durch Radiowellen erzeugt.

   

Wozu dient bei Verdacht auf Multiple Sklerose eine Lumbalpunktion?

Bei der Lumbalpunktion wird eine kleine Nadel in den Rückenmarkskanal gestochen und Rückenmarksflüssigkeit bzw. Hirnflüssigkeit entnommen. Diese Flüssigkeit wird auch Liquor genannt.

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Was findet sich bei MS bei der Lumbalpunktion?

Bei der Lumbalpunktion wird Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) entnommen und untersucht. Bei Multipler Sklerose lässt sich in etwa 50% der Fälle eine Erhöhung lymphozytärer Zellen (im weitesten Sinne weiße Blutkörperchen) nachweisen.

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