MS-Stoßtherapie: Ist es zwingend erforderlich, die Kortison-Dosis nur langsam zu reduzieren?

Nein. Lange Zeit ging man davon aus, dass die Kortison-Dosis nur langsam reduziert werden sollte, um keine nachteiligen Effekte zu haben. Dieses sogenannte "Ausschleichen" ist aber nach einer jüngeren Studie nicht besser (aber auch nicht schlechter) als ein abruptes Absetzen der Infusionen (Neurology 2003; 60:477-478).

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Da das Kortison bei einer solchen Stoßtherapie oder Pulstherapie nur kurzzeitig verabreicht wird, hat sich der Körper noch nicht daran gewöhnt. Heute wird daher der Abschluss der Hochdosisbehandlung mit Kortison recht unterschiedlich gehandhabt. Ob man "ausschleicht" und wenn ja in welchem Tempo, sollten Sie vorab mit Ihrem Arzt zu besprechen. Die Entscheidung hängt auch von Ihrer persönlichen Einschätzung ab.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Kortisonstoß in der Schwangerschaft ausschleichen?
1 Mittwoch, den 04. März 2015 um 11:53 Uhr
Ist es in der SS sinnvoll, einen Kortisonstoß auszuschleichen, damit die Nebennierenrinde des Kindes langsam selbst Kortison produzieren kann?
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