Multiple Sklerose & Natalizumab

Was ist Natalizumab – und wie wirkt Natalizumab (Tysabri) gegen Multiple Sklerose? Wann ist das Medikament wirklich zu empfehlen? Welche Nebenwirkungen können unter Natalizumab auftreten? Um Vorteile und Nachteile dieses Wirkstoffs geht es in diesem Kapitel.

MS: Für wen kommt eine Behandlung mit Natalizumab (Tysabri) in Betracht?

Natalizumab ist vor allem dann eine Option, wenn bei einer schubweise verlaufenden Multiplen Sklerose eine Basistherapie mit Interferon nicht zu einer ausreichenden Eindämmung der Krankheitsaktivität führt. Wenn also trotz des Interferons mindestens ein Schub im letzten Jahr aufgetreten ist und auch diagnostische Maßnahmen eine hohe Entzündungsaktivität nachweisen.

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Wie wirkt Natalizumab (Tysabri) gegen MS?

Natalizumab (Tysabri®) ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung der schubförmigen MS. Die Behandlung ist zu erwägen, wenn Basismedikamente wie Interferon beta oder Glatirameracetat nicht wirksam sind und eine hohe Krankheitsaktivität besteht.

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Welche Nebenwirkungen können unter Natalizumab (Tysabri) auftreten?

Zwar wird Natalizumab (Handelsname: Tysabri®) meist relativ gut vertragen, dennoch kann es wie bei allen anderen MS-Medikamenten auch zu Nebenwirkungen kommen. Dies sind am häufigsten Kopfschmerzen und Müdigkeit.

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Darf man Natalizumab (Tysabri) gleichzeitig mit Interferon oder Glatirameracetat (Copaxone) anwenden?

Nein, die Behandlung mit Natalizumab (Tysabri®) ist eine Einzelbehandlung, die nicht mit Interferon-Spritzen oder Glatirameracetat (Copaxone®) kombiniert werden darf – zumindest nicht ohne Absprache mit dem Arzt. Das gilt auch für andere MS-Medikamente, die zu den Immunsuppressiva oder Immunmodulatoren zählen – also praktisch alle.

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Stimmt es, dass man auch gegen Natalizumab Antikörper bilden kann?

Ja. Die Situation ist hier sehr ähnlich wie bei einer Behandlung mit Interferon. Bis zu 6% derjenigen, bei denen die Multiple Sklerose mit Natalizumab (Tysabri®) behandelt wird, entwickeln Antikörper gegen den Wirkstoff.

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MS-Therapie: Was ist eine PML?

Die Progressive Multifokale Leukenzephalopathie, kurz PML, ist eine gefürchtete Infektion des zentralen Nervensystems. Der Erreger ist ein Virus, das sogenannte JC-Virus. JC ist von dem Namen des Patienten abgeleitet, bei dem sich das Virus erstmals nachweisen ließ.

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Stimmt es, dass es unter Natalizumab (Tysabri) zu einer gefährlichen Hirninfektion kommen kann?

Ja, unter der Behandlung mit Natalizumab (Handelsname: Tysabri®) wurde vermehrt eine gefährliche Virusinfektion des Gehirns festgestellt. Und zwar die sogenannte "Progressive Multifokale Leukenzephalopathie" (PML).

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Welche Faktoren erhöhen das Risiko für eine "Progressive Multifokale Leukenzephalopathie" unter Tysabri?

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (Food and Drug Administration, FDA) nennt mögliche Risikofaktoren für die seltene Entwicklung der Progressiven Multifokalen Leukenzephalopathie (PML) unter der Behandlung mit Tysabri® (Natalizumab).

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An welchen Symptomen erkennt man eine Hirninfektion (PML) unter Natalizumab?

Leider kann man die Symptome bei der PML (Progressive Multifokale Leukenzephalopathie) nicht leicht von MS-Symptomen unterscheiden. Denn es handelt sich bei beiden Erkrankungen um Entmarkungskrankheiten, die neurologische Beschwerden verursachen.

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