Welche Medikamente gehören zur MS-Basisbehandlung?

Zu den Basismedikamenten gehören zum einen die sogenannten Beta-Interferone. Für diese Substanzklasse ist nachgewiesen, dass sie den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst.

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Die Interferone Beta-1a und -1b senken die Schubrate und reduzieren die Schwere auftretender Schübe. Es stehen jeweils zwei Präparate für Interferon Beta-1a (Avonex® und Rebif®) und Interferon Beta-1b (Betaferon® und Extavia®) zur Verfügung.

Alternative Möglichkeiten

Ein weiteres Basismedikament zur Behandlung von MS ist Glatirameracetat (Copaxone®). Es handelt sich um einen Immunmodulator anderer Art, der aber ähnlich erfolgreich die Schubrate senkt wie die Interferone. Copaxone® wird, wie die meisten Interferone auch, subkutan (unter die Haut) gespritzt.

Seit einigen Jahren stehen für die Therapie der schubförmig verlaufenden MS auch orale Arzneimittel als Tabletten bzw. Kapseln zur Verfügung. Für manch einen, der gerne einen großen Bogen um Spritzen macht, sicherlich eine angenehmere Alternative.

Orale MS-Basistherapeutika sind (Stand 2019):

  • Tecfidera® (Dimethylfumarat): wird in Form von Hartkapseln zweimal täglich eingenommen
  • Aubagio® (Teriflunomid): wird einmal täglich als Tablette eingenommen

Beide Wirkstoffe wirken entzündungshemmend. Sie reduzieren sowohl die Schubrate als auch das Fortschreiten des Behinderungsgrades sowie die Anzahl von Hirnläsionen im MRT (Kernspintomographie).

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann, Dr. med. Sonia Trowe

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