Stimmt es, dass eine Interferon-Behandlung zu Depressionen führen kann?

Zumindest gibt es Beobachtungen, dass eine Interferon-Therapie bei Menschen, die schon einmal unter einer Depression gelitten haben, ein Wiederauftreten begünstigen kann.

Allerdings ist das nach Ansicht von Experten kein Grund, auf eine Interferon-Therapie zu verzichten, wenn es in der Vorgeschichte eine Depression gab. Dafür ist der Zusammenhang nicht eindeutig genug. Der Entstehungsmechanismus einer Depression  ist so komplex, dass es ohnehin fast nie gelingt, eine einzige Ursache auszumachen. Hier spielen genetische, körperliche und seelische Faktoren zusammen. Außerdem kann natürlich allein die Diagnose MS Auslöser einer depressiven Verstimmung sein, manchmal in der unklaren Anfangsphase oder auch während eines MS-Schubes.

Beteht allerdings eine akute Depression, raten viele Ärzte von einer Interferon-Behandlung ab und empfehlen den Wechsel auf einen anderen Wirkstoff.

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