Welche Nebenwirkungen können unter einer intrathekalen Kortison-Behandlung auftreten?

Bei der intrathekalen Kortison-Behandlung wird das Medikament direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt. Davon erhofft man sich eine bessere Wirkung.

Relativ häufig kommt es dabei zu Übelkeit und Kopfschmerzen. Dem kann man zwar vorbeugen, in dem man nach der Punktion mindestens eine Stunde lang liegt und sehr viel trinkt. Aber immer hilft das nicht.

Schwere Nebenwirkungen: Selten, aber keine Bagatelle

Bei fachgerechter Verabreichung des Kortisons treten zwar nur selten schwerere Nebenwirkungen auf. Doch ausschließen kann man auch das nicht, weshalb diese Behandlung insgesamt mit Vorsicht zu betrachten ist. Möglich sind:

  • Reizung oder Verletzung von Nervenwurzeln.
  • Bei wiederholter intrathekaler Kortison-Behandlung: Entzündungen oder Verklebungen von Nervenwurzeln mit den Rückenmarks- bzw. Hirnhäuten. Das kann zu chronischen Schmerzen führen.
  • Blutergüsse unter der harten Hirnhaut (subdurales Hämatom). Zwar sehr selten, aber wenn, dann kann im Falle eines großen Hämatoms eine Operation am Kopf notwendig werden.
  • Infektionen der Rückenmarks- bzw. Hirnhäute.

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Kommentare (1)
intrathekale Kortisonpunktionen
1 Samstag, den 18. Oktober 2014 um 11:06 Uhr
Hallo,
seit 1 1/2 Jahren bekomme ich regelmäßig (alle 4-6 Wochen) zwei Punktionen mit Kortison. Jetzt habe ich zum zweiten mal einige Zeit später extreme Kopfschmerzen und das geht schon ca. 10 Tage. Ich bin am überlegen, ob ich die Punktionen nicht mehr machen lasse, weiß aber nicht zu 100% ob es daran liegt.
MfG
Sträter
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