Multiple Sklerose: Behandlung des MS-Schubs

Wie wird ein akuter MS-Schub behandelt? Wird einem akuten MS-Schub immer nur intravenös mit der Infusion von Kortisonpräparaten begegnet? Innerhalb welchen Zeitfensters sollte dringend mit der Behandlung der Schubsymptome bei Multipler Sklerose begonnen werden? Mehr dazu in dieser Rubrik.

Wann muss ein MS-Schub mit Kortison-Präparaten (Glukokortikoiden) behandelt werden?

Wenn ein akuter Schub der Multiplen Sklerose "nur" mit Sensibilitätsstörungen einhergeht, kann auf Kortison-Präparate (und auch andere starke Entzündungshemmer) in aller Regel verzichtet werden. Bei Bewegungsstörungen oder anderen funktionellen Beeinträchtigungen können Glukokortikoide dagegen als Pulstherapie (kurzfristig hochdosiert) sinnvoll sein.

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MS: Was bewirken Glukokortikoide (Kortison) im akuten Schub?

Geht ein akuter Schub der Multiplen Sklerose mit Bewegungsstörungen oder anderen funktionellen Beeinträchtigungen einher, wird oft eine kurzfristige Behandlung mit hochdosierten Glukokortikoiden empfohlen. In der Regel wird dabei der Wirkstoff Methylprednisolon eingesetzt.

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Kann Kortison den Langzeitverlauf der MS beeinflussen?

Nein, nach aktuellem Kenntnisstand können Kortison-Wirkstoffe (Steroide, Glukokortokoide) das nicht. Im akuten Schub einer Multiplen Sklerose können Kortison-Präparate aber als Entzündungshemmer sehr hilfreich sein, um den Schub schneller abklingen zu lassen.

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MS: Welche Nebenwirkungen können unter der Schubtherapie mit Kortison (Glukokortikoiden) auftreten?

Unter der hochdosierten Kortison-Behandlung kann es mitunter zu ausgeprägten Nebenwirkungen kommen. Typisch sind zum Beispiel Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen. Auch der Appetit kann gesteigert sein, was zu einer Gewichtszunahme führen kann.

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MS: Was passiert, wenn die Pulstherapie mit Glukokortikoiden nicht hilft?

Führt die drei- bis fünftägige hochdosierte Kortisonbehandlung nicht zum erhofften Erfolg und sind die Schub-Beschwerden auch nach zwei Wochen noch vorhanden, wird meist ein zweiter Versuch mit etwas höher dosierten Kortison-Wirkstoffen (Glukokortikoiden) unternommen.

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Wie wird ein MS-Schub in der Schwangerschaft behandelt?

Schwangere Frauen sollten insbesondere in der Frühschwangerschaft möglichst kein hochdosiertes Kortison erhalten, da es zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Die Entzündungsaktivität und damit die Schubfrequenz der Multiplen Sklerose sind in der Schwangerschaft aber zum Glück auch deutlich geringer als davor und danach.

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Darf man Kortison einnehmen, während man stillt?

Während die niedrig dosierte Kortison-Behandlung in der Stillzeit kein größeres Problem für das Baby ist, muss bei einer MS-Schubtherapie, also mit hochdosiertem Kortison, das Stillen unterbrochen oder abgestillt werden.

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