MS: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen die Spastik?

Spastische Erhöhungen der Muskelspannung sind eines der häufigsten Symptome bei Multipler Sklerose. Prinzipiell können sie mit krankengymnastischen Übungen und mit Medikamenten behandelt werden.

In der Krankengymnastik ist vor allem die Methode nach "Bobath" von Bedeutung. Hierbei wird, etwas vereinfacht dargestellt, durch gezieltes Training versucht, die spastisch verkrampfte Muskulatur zu hemmen und die gegenläufige Muskulatur zu aktivieren. Das Gehirn lernt dabei gewissermaßen, seinen eigenen Körper zu überlisten.

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Bei der medikamentösen Behandlung werden vor allem die Wirkstoffe Baclofen und Tizanidin eingesetzt. Sie können als Tabletten eingenommen oder, eher Ausnahme als Regel, direkt in den Wirbelkanal gespritzt werden. Auch das in der kosmetischen Medizin so beliebte Botulinumtoxin (Botox) ist eine therapeutische Option. Mit Injektionen von Botulinumtoxin direkt in die betroffenen Muskelbereiche lassen sich die spastischen Verkrampfungen manchmal lösen.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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Kommentare (3)
Botox
3 Dienstag, den 01. August 2017 um 18:40 Uhr
Nach einer Botoxinjektion ist alles (Tonuserhöhung, Versteifung des Handgelenkes, Gangbildverschlechterung, Bewegungseinschränkung) viel schlechter geworden. Auch nach 5 Jahren ist der Zustand, der vor der Injektion da war, nicht wieder erreicht worden. Ich persönlich rate davon ab. Ärzte erwähnen nicht die Nebenwirkungen, die bei mir alle eingetroffen sind.
Mit freundlichen Grüßen, J. Janke
MS - Spastik
2 Mittwoch, den 04. Mai 2016 um 14:18 Uhr
Ich weiß nicht, ob Botox das richtige ist, es hilft mir nicht wirklich und man muss die Spritzen bezahlen. Habe trotzdem zwischendurch spastische Anfälle, die bis zur Lähmung der rechten Seite führen.
Kommentar Spastik
1 Sonntag, den 11. Oktober 2015 um 19:18 Uhr
Hatte vor mehr als 13 Jahren einen Autounfall. Schade, nur als Mitfahrer. Seit dem habe ich Spastik.
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