Alemtuzumab gegen MS: Muss man wirklich so oft zur Blutkontrolle?

Ja, diese Kontrolluntersuchungen sind nach Infusionen mit Alemtuzumab (Lemtrada®) wichtig. Nicht nur die Blutwerte werden dabei bestimmt, sondern auch der Urinbefund. Das Ganze ist eine Sicherheitsmaßnahme. Es geht darum, mögliche schwere Nebenwirkungen im Fall des Falles früh zu entdecken.

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Solche schweren Nebenwirkungen betreffen vor allem das Immunsystem. Sie sind sehr selten, dann aber auch sehr bedrohlich. Alemtuzumab kann unter anderem Autoimmunprozesse auslösen, also andere Erkrankungen, bei denen sich die Abwehrzellen gegen körpereigenes Gewebe richten. Dazu zählen vor allem Störungen der Blutbildung, an den Nieren und an der Schilddrüse.

Anhand der Blut- und Urinwerte lassen sich derartige Veränderungen der Blutzellen, der Nierenfunktion und der Schilddrüse recht gut erkennen. Dann kann man im seltenen Fall der Gefahr rasch und damit rechtzeitig reagieren. Gelingt das, sind diese Nebenwirkungen in der Regel auch gut beherrschbar.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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