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MS: Was bewirkt die Gabe bestimmter Enzympräparate?

Grundsätzlich lassen sich Enzyme in zwei Gruppen einteilen – je nachdem, ob sie einen pflanzlichen oder einen tierischen Ursprung haben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Eiweiße spalten. Für die Bekämpfung verschiedener Krankheiten wie der Multiplen Sklerose ist aber vor allem von Bedeutung, dass sie Entzündungen regulieren können.

Enzyme tierischen und pflanzlichen Ursprungs

Zu den tierischen Enzymen gehören Trypsin, Chymotrypsin und Pankreatin. Für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln werden sie meistens von Schweinen oder Rindern gewonnen, und zwar aus deren Bauchspeicheldrüsenextrakt.

Papain und Bromelain sind dagegen pflanzlich. Papain ist ein Extrakt der Papaya-Frucht; Bromelain wird aus der Ananas bzw. dem Stamm der Ananaspflanze extrahiert. Es gibt Einzel-, aber auch Kombinationspräparate.

Verschiedene Kombinationen

Die selbst an MS erkrankte Ärztin Christine Neuhofer hat die Enzymtherapie bei sich und hunderten Betroffenen angewandt, insbesondere die Mittel Phlogenzym® und Wobe-Mucos®. Beide enthalten sowohl tierische als auch pflanzliche Enzyme und weisen eine recht hohe Aktivität auf.

Phlogenzym® ist eine Kombination aus den Enzymen Bromelain und Trypsin. Mit dabei ist noch das Bioflavonoid Rutosid, ein Radikalfänger mit ebenfalls anti-entzündlichen Eigenschaften. In Wobe-Mucos® stecken Papain, Trypsin und Chymotrypsin.

Unterschiedliche Erfahrungen und Studienergebnisse

Nach Angaben von Christine Neuhofer berichteten die Betroffenen, dass sich bei ihnen durch die Einnahme der Enzyme unter anderem die Blasen-, Mastdarm-, Sensibilitäts- und Sehstörungen gebessert hätten. Das gilt demnach besonders bei schubförmigen Verläufen.

US-Forscher in Ohio fanden wiederum im Tiermodell heraus, dass beispielsweise Trypsin und Papain die Aktivität autoreaktiver T-Zellen bremsen, die körpereigene Zellen attackieren und somit im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen wie MS von Bedeutung sind. Allerdings gibt es auch Studien, in denen die Enzymtherapie keinen Vorteil brachte.

Bioverfügbarkeit spielt eine wichtige Rolle

Bei der Anwendung von Enzymen gibt es noch einige Aspekte, die interessant sind. Wichtig ist zum Beispiel, dass die Eiweißstoffe den Magen unbeschadet wieder verlassen und nicht von der Magensäure angegriffen werden. Deswegen müssen Enzympräparate einen entsprechenden Schutz vor dem sauren Milieu des Magens bieten.

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Die jeweiligen Mittel unterscheiden sich zudem in ihrer Bioverfügbarkeit – also darin, wie wirksam sie letztlich sind. Ausschlaggebend ist eben nicht nur die Dosis, sondern auch die Aktivität der Enzyme.

Außerdem sollten Sie die Präparate einige Zeit vor dem Essen einnehmen, am besten eine halbe Stunde bis Stunde vorher. Ansonsten kann es passieren, dass die Enzyme hauptsächlich ihrer eiweißspaltenden Funktion nachkommen und nicht mehr viel für die entzündungshemmende Wirkung übrigbleibt.

Ab und zu Blähungen oder Völlegefühl

Insgesamt sind die Enzyme normalerweise gut verträglich. Werden sehr große Mengen davon genommen, kann es sein, dass sich ein Völlegefühl, Übelkeit oder Blähungen einstellen. Um das zu vermeiden, ist es günstig, die Tagesdosis in kleinen Portionen zu nehmen.

Selten treten allergische Reaktionen wie Hautausschläge auf. Sie legen sich in der Regel, wenn das Mittel abgesetzt wird. Abgesehen davon ist es möglich, dass sich Farbe, Beschaffenheit und Geruch das Stuhls ändern. Das ist aber normalerweise ein harmloses Phänomen.

Autorin: Anna Brockdorff

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