Chronische Borreliose statt MS: zu welchem Arzt?

Ist eine Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert, kann es durchaus schwierig sein, einen Arzt zu finden, der sich ernsthaft der Idee widmet, es könnte etwas ganz anderes dahinter stecken. Der also von der schulmedizinischen Sicht abweicht und die Option einer chronischen Borreliose als Ursache der Beschwerden in Betracht zieht. Denn wir Ärzte werden im Studium nicht dazu erzogen, einen kritischen Blick auf die medizinische Praxis zu werfen und das, was gerade in den Leitlinien propagiert wird, auch mal anzuzweifeln.

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Intensivere Suche erforderlich

In der Regel behandeln Neurologen eine diagnostizierte Multiple Sklerose nach den aktuellen Leitlinien zur MS. Diese Leitlinien sehen eine immunmodulierende Basistherapie vor, wenn ein schubförmiger Verlauf vorliegt. Also Immunblocker, und keine Antibiotika. Dass man eine MS gar nicht 100%ig sicher diagnostizieren kann, wird dabei gern übersehen.

Wer als Betroffener dennoch der Idee einer chronischen Borreliose nachgehen möchte, muss sich oftmals mit relativ viel Aufwand einen Arzt suchen, der bereit ist, in diese Richtung aktiv zu werden. Hilfe bei der Arztsuche bietet beispielsweise die Deutsche Borreliose-Gesellschaft e.V.. Es lohnt auch immer die gezielte Recherche im Web nach auf Borreliose spezialisierten Ärzten.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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