Soll man seinen Kindern sagen, dass man MS hat?

Ja, Krankheiten vor den Kindern zu verheimlichen ist kaum möglich, denn sie haben meist sehr feine Antennen für das Befinden der Eltern und merken schnell, dass etwas nicht stimmt. Und im übrigen gibt es ja auch gar keinen Grund, die MS zu tabuisieren.

Ehrlich und kindgerecht aufklären

Allerdings sollte man Kinder altersgerecht darüber aufklären, dass ein Elternteil eine Krankheit hat, die zeitweise oder dauerhaft mit bestimmten Einschränkungen verbunden ist. Wichtig ist, Kindern Verlustängste oder gar Schuldgefühle zu nehmen.

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Kinder sind durch die chronische Krankheit eines Elternteils zwar einerseits belasteter als Kinder gesunder Eltern. Andererseits wachsen sie aber nicht selten aufgrund der Familienproblematik und werden zu verantwortungsbewussten, hilfsbereiten Menschen, wenn der Umgang mit der Krankheit innerhalb der Familie nach Bedarf thematisiert und nicht tabuisiert wird.

Zu diesem Thema gibt es auch recht gute Informationsbroschüren, etwa von den Landesverbänden der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG):

http://www.dmsg.de/dmsg-bundesverband/index.php?w3pid=dmsg&kategorie=landesverbaende

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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