Multiple Sklerose: Neue Behandlungsverfahren zwischen Hoffnung und Betrug

Es tut sich derzeit viel in der Behandlung der Multiplen Sklerose. Gleich mehrere neue Medikamente wurden neu zugelassen oder stehen kurz davor.

Im April kam der Wirkstoff Fingolimod (Gilenya®) auf den Markt, das erste MS-Medikament, das man schlucken kann. Allerdings kann auch dieses Medikament schwere Nebenwirkungen verursachen und darf bisher nur verordnet werden, wenn die herkömmliche Therapie mit den Spritzen nicht wirkt.

Viele neue Substanzen vor der Zulassung

Viele weitere Substanzen befinden sich derzeit in der Testphase mit Patienten. Darunter ein Exot: Noch dieses Jahr sollen Fertigarzneien aus Cannabis offiziell erlaubt werden, und zwar zur Behandlung der mitunter sehr schmerzhaften Spastiken bei der MS.

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Allerdings mahnen die Behörden auch zur Vorsicht. Denn unter den neuen Behandlungsangeboten befinden sich auch solche, die man durch und durch als unseriös bezeichnen muss. So wird in einigen Internetforen Propaganda für eine äußerst zweifelhafte Therapie gemacht, bei der Blutgefäße operativ gedehnt werden – ohne einen wissenschaftlichen Nachweis dafür zu liefern. Hier geht es schlimmstenfalls eher um das schnelle Geld.

Autor: WANC 13.05.2011
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)

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