Im Test: Impfstoff gegen Multiple Sklerose

Ein US-amerikanisches Pharmaunternehmen arbeitet derzeit an einem neuen Impfstoff gegen Multiple Sklerose (MS). Erste Tests verliefen vielversprechend. Auch MS-Experten bewerten die bisherigen Untersuchungsergebnisse positiv, warnen aber auch vor übertriebenen Hoffnungen. Denn alle bisherigen Versuche mit Impfstoffen sind gescheitert.

Der aktuell getestete Impfstoff der Firma PharmaFrontiers enthält spezielle Immunzellen (T-Zellen), die bei einem MS-Schub an der Zerstörung der Myelinscheiden beteiligt sind. Diese T-Zellen werden den Patienten zuvor entnommen und labortechnisch so verändert, dass sie der Körper, wenn sie später als Impfstoff wieder injiziert werden, als feindlich bzw. geschädigt erkennt. Und daraufhin bekämpft.

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Die ersten Versuche verliefen positiv. Bei freiwilligen Teilnehmern mit schubförmig verlaufender Multipler Sklerose reduzierte der Impfstoff die Häufigkeit erneuter Schübe um rund 90%. Allerdings waren diese Studien noch zu klein, als dass sich hieraus endgültige Schlüsse ableiten ließen. Insbesondere muss noch geprüft werden, inwieweit nach Impfstoffgabe nicht auch gesunde T-Zellen angegriffen werden.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn 14.03.06

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