Aktuelle MS-Studien aus 2013 kritisch analysiert

MS-Studien 2013

Hier finden Sie aktuelle MS-Studien aus 2013 kompakt zusammengefasst und von unserem Ärzte-Team genauer beleuchtet. In unserem Board können Sie auch mitdiskutieren!

Ausdauer-Sportarten könnten Gedächtnisleistung bei MS deutlich steigern

Bewegung ist generell sinnvoll und gesund. Doch könnten MS-Betroffene von bestimmten Sportarten in ganz besonderem Maße profitieren. Bei einem kleinen, zunächst unscheinbaren Studienversuch in den USA zeigte sich, dass nach einem sogenanntem aeroben Trainingsprogramm erstaunlicherweise auch die Gedächtnisfunktion messbar anstieg. Bei einem zeitlich vergleichbaren „anaeroben“ Sportprogramm blieb die Merkfähigkeit hingegen unverändert.

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MS-Studie zeigt: Spezielle Lerntechnik steigert Gedächtnis und Lebensqualität enorm

Durch bestimmte Trainings-Methoden kann die Gedächtnisleistung von MS-Betroffenen deutlich und auch längerfristig verbessert werden. Im selben Zug verringern sich bei vielen oft auch Depression, Angst und andere Aspekte, die die Lebenssituation beeinträchtigen. Das sind die Ergebnisse einer US-Studie, die kürzlich im Journal „Neurology“ veröffentlicht wurden.

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Studienteilnehmer profitieren von längerfristiger Natalizumab-Behandlung

Wer wegen seiner schubförmigen MS Natalizumab nimmt, sollte auch mittelfristig nicht ohne Not wieder zu Interferon wechseln, so das Fazit einer kleinen Schweizer Studie. Patienten würden auch nach einem Zeitraum von einem Jahr durch eine geringere Schubrate und einen milderen Krankheitsfortschritt deutlich profitieren.

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Aussagekräftige MS-Verlaufskontrolle durch einfachen Geh-Test?

Wie schnell können Sie, als MS-Betroffener, eine Distanz von 8,5 Metern gehen? Das Ergebnis dieses simplen Tests kann eine hilfreiche Methode sein, um Krankheitsfortschritt und Funktionsverlust sehr genau festzustellen. Der zugrundeliegende sogenannte Timed 25-Foot Walk (T25-FW) ist dabei gar nicht brandneu. Er wurde aber in seiner Aussagekraft unterschätzt und deshalb nur selten durchgeführt, so die Resultate einer US-amerikanischen Studie, die gerade im Fachblatt Neurology veröffentlicht wurde.

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Tierexperiment mit Hautzellen nährt Hoffnung bei progressiver MS

Stammzellen aus der Haut zeigten bei Mäusen gute Effekte bei der Reparatur von Nervengewebe, so die Ergebnisse einer aktuellen italienischen Studie. Erfolgreiche Versuche dieser Art sind besonders bemerkenswert, da hier nicht nur Entzündungen gemildert und spätere Defekte verhindert werden können.

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MS: Neue und überraschende Studiendaten zum Thema CCSVI

Seit einigen Jahren werden immer wieder spezielle Venenverengungen im Kopf-Hals-Bereich als Risikofaktor für MS diskutiert und erforscht. Im Fachtitel Lancet ganz aktuell veröffentlichte Studienergebnisse nehmen dieser These nun deutlich Wind aus den Segeln. Die Annahme „seltene Venenverengung gleich hohes Risiko für MS“ kann zumindest in dieser einfachen Form nicht gelten.

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Myelin-Pflaster zeigt positiven Effekt bei schubförmiger MS

Pflastern statt spritzen… und das mit guten Erfolgen in der Krankheitsaktivität der MS? Künftig vielleicht kein ferner Traum mehr, wenn man eine kürzliche Publikation im renommierten Fachblatt JAMA Neurology betrachtet und weiterdenkt.

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Rauchen kann gegen Interferon immun machen

Wer als MS-Betroffener Interferon spritzt und gleichzeitig raucht, hätte jetzt vielleicht noch einen Grund mehr, sich künftig vom Glimmstengel fernzuhalten:

Eine aktuelle Studie mit 695 Teilnehmern zeigte, dass MS-Patienten, die während ihrer Therapie mit Interferon-Beta-1a regelmäßig rauchen, deutlich öfter Antikörper gegen das Medikament entwickeln als Nichtraucher.

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Magnetstimulation kann Fatigue und Depression bei MS positiv beeinflussen

Die Stimulierung ganz bestimmter tiefer Hirnregionen mithilfe von Magnetfeldern führt häufig zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens bei Multipler Sklerose. Bisher konnte vor allem die chronische Erschöpfung (Fatigue) oft nur unzureichend behandelt werden. Möglicherweise könnte sich das bald ändern…

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Ultraschallbefund ist eng verknüpft mit speziellen Funktionseinschränkungen bei Multipler Sklerose

Eine leichte Vergrößerung des sogenannten 3. Hirnventrikels kann wichtige Hinweise für die Krankheitsbeurteilung bei Multipler Sklerose liefern, so die ersten Ergebnisse einer aktuellen Studie. Mit einer solchen Vergrößerung verknüpft waren insbesondere motorische und kognitive Funktionen, also Fähigkeiten, die die Bewegung bzw. das Lernen und Erinnern betreffen.

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MS-Forschung: Kombination von Kortison und Ulinastatin zeigt erstaunliche Effekte

Die Kombination aus bewährtem Kortison mit dem Wirkstoff Ulinastatin könnte MS künftig effektiver bekämpfen, so erste Erkenntnisse einer aktuellen tierexperimentellen Studie.

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Eculizumab (Soliris®) zeigt vielversprechende Effekte auf schubförmige Neuromyelitis optica

Wer an Neuromyelitis optica (NMO) leidet, für den könnte es neue Hoffnung geben. Wie eine kleine US-Studie jetzt zeigte, wirkte sich eine Behandlung mit Eculizumab (Handelsname Soliris®) in den meisten Fällen positiv auf Sehschärfe, Schubrate und Krankheitsverlauf aus.

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Kognitive Defizite beginnen bei MS oft früh, entwickeln sich aber meist weniger gravierend als bisher angenommen

Etwa 21% aller MS-Patienten erleben bereits innerhalb der ersten 5 Krankheitsjahre leichte Beeinträchtigungen von Gedächtnis und Aufmerksamkeit. 6% haben stärkere Einschränkungen dieser sogenannten kognitiven Fähigkeiten. Die gute Nachricht ist: Insbesondere die Rate der schweren Defizite nimmt in den kommenden 25 Jahren dann kaum noch zu, so die Ergebnisse einer großen Querschnittsstudie.

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Siponimod zeigt in früher Studienphase verheißungsvolle Erfolge bei schubförmiger MS

Der Rezeptor-Regler Siponimod scheint positive Effekte auf die Aktivität von Hirnläsionen bei schubförmiger MS zu haben. Diese ersten Ergebnisse einer Phase-II-Studie sind im aktuellen Lancet veröffentlicht.

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Kein nennenswerter Effekt von Dronabinol auf den Verlauf von progredienter MS

Bei progredienter Multipler Sklerose kann das Cannabinoid Dronabinol offenbar keine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bewirken. Dies ist das Ergebnis der sogenannten CUPID-Studie, die gerade im Fachblatt Lancet veröffentlicht wurde.

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Lisdexamfetamin kann Merkfähigkeit bei Multipler Sklerose verbessern

Wer als MS-Betroffener zu den rund 50% gehört, die unter sogenannten kognitiven Schwierigkeiten wie Gedächtnisproblemen leiden, könnte von diesem – seit Jahren international erfolgreich in der Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADHS) bei Kindern und Erwachsenen verwendeten – Arzneimittel profitieren. Zu diesem Schluss kommt eine kleine US-Amerikanische Studie, die die Wirkung und Verträglichkeit von Lisdexamfetamin erstmals in Zusammenhang mit der Multiplen Sklerose untersuchte.

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Cannabis-Spray Sativex: Studie zeigt auch langfristig gute Wirkung und Toleranz bei Spastik

Bei MS-bedingter Spastik kann das, aus einem Dickextrakt aus Cannabisblättern und -blüten gewonnene und auch unter dem Wirkstoff Nabiximols bekannte Spray Sativex® einem Großteil der Betroffenen Linderung bringen.

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Fumarsäure zeigt bei allen Sub-Gruppen mit RR-MS gute Wirkung – ganz besonders bei Jüngeren

Vor einiger Zeit sorgte die DEFINE-Studie, die die Wirkung des oralen Fumarsäure-Medikaments BE-12 bei schubförmiger MS umfassend untersuchte, für Aufsehen. Zeigte sie im Vergleich zur Plazebo-Kontrolle doch deutliche Verbesserungen bezüglich der Schubrate sowie des Krankheitsfortschritts.

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MS und Depression: Duloxetin positiv bewertet

Wenn es als Begleiterscheinung der Multiplen Sklerose zu depressiven Phasen kommt, lohnt sich möglicherweise ein Behandlungsversuch mit Duloxetin. Zu diesem Ergebnis kommt eine Multicenter-Studie aus der Schweiz und Italien. Allerdings war die Teilnehmerzahl für eine endgültige Aussage zu klein, außerdem wurde nicht im Vergleich mit Plazebo getestet.

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