Studien zur Multiplen Sklerose – auf den Punkt gebracht

In dieser Rubrik finden Sie ab sofort regelmäßig aktuelle Studien rund ums Thema MS – verständlich zusammengefasst und von unserem Ärzte-Team kommentiert. Und auch Ihre Meinung ist gefragt…

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Progressive Multiple Sklerose: Weltweite Forschungs-Initiative gestartet

Die chronische Form der Multiplen Sklerose führt in der wissenschaftlichen Erforschung leider immer noch ein Schattendasein. Ein großangelegter und mit 22 Millionen Euro finanzierter Zusammenschluss von verschiedenen Arbeitskreisen international führender Universitätskliniken soll das nun ändern.

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HIV-Infizierte erkranken verhältnismäßig selten an MS

In einer großangelegten britisch-australischen Studie konnte gezeigt werden, dass mit HIV infizierte Menschen im Vergleich zu Nicht-Infizierten signikant reduzierte MS-Raten aufwiesen. Bei der Untersuchung wurden die Daten von 21.207 HIV-Patienten einem Kontrollkollektiv von über 5 Millionen Menschen gegenübergestellt und analysiert.

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Gute und schlechte Fresszellen: Neue Erkenntnisse in der MS-Forschung

US-Amerikanischen Wissenschaftlern gelangen jüngst möglicherweise wegweisende Entdeckungen in der MS-Forschung: Makrophagen, eine bestimmte und zentral wichtige Form von Immunzellen, existieren offenbar in zwei entgegengesetzt wirkenden Arten. Die „gute“ Form dieser, auch als „große Fresszellen“ bekannten, Zellen schützt dabei offenbar die Nervenfasern vor körpereigenen Angriffen, wohingegen die „schlechten“ diese selbst zerstören.

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Daclizumab HYP zeigt auch in Phase-3-Studie positive Effekte

Weitere Ergebnisse der großangelegten sogenannten DECIDE-Studie sind nun veröffentlicht: Demnach reduziert das Medikament "Daclizumab high yield process" (kurz DAC HYP) sowohl die Schubrate als auch die Krankheitsaktivität bei MS über zwei bis drei Jahre signifikant.

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CIMT-Therapie bei progressiver MS: Deutliche Verbesserung der Mobilität durch spezielles Training

„In den Defekt hinein trainieren“: In der Schlaganfall-Behandlung ist das Prinzip schon länger bekannt und erfolgreich im Einsatz. Hierbei wird z.B. bei Lähmung eines Arms bewusst der gesunde Arm verbunden, sodass der Patient zwangsläufig den eingeschränkten anderen Arm nutzen und damit trainieren muss. Der Name dieser Methode ist CIMT (constraint-induced movement therapy, übersetzt etwa: Beschränkungsbedingte Bewegungstherapie).

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Sexualhormon Östrogen birgt offenbar unerforschtes Potential in der MS-Behandlung

Frauen mit schubförmiger Multipler Sklerose könnten eventuell von einer Kombination aus einem Östrogenpräparat (Östriol) und dem seit langem angewandten und bewährten Arzneimittel Glatirameracetat profitieren, so das Ergebnis einer neuen US-Amerikanischen Studie. Hierbei zeigte sich ein positiver Effekt sowohl auf die Schubrate als auch auf den Krankheitsfortschritt der Probandinnen.

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MS und Alternativmedizin: Neue Richtlinien zeigen auf, was nachweislich hilft

Die größte Neurologen-Gesellschaft der USA hat mehrere häufig bei MS verwendete Methoden der sogenannten Komplementärmedizin wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Daraus wurden aktuelle Guidelines für Ärzte und Patienten zusammengestellt. Grundlage waren alle verfügbaren Studienergebnisse zu den jeweiligen Themen in Zusammenhang mit der Anwendung bei Multipler Sklerose. Diese wurden von dem Experten-Team sorgfältig geprüft bezüglich Nutzen, Sicherheit, Nebenwirkungen sowie der Frage, für welche Beschwerden die jeweiligen Mittel empfehlenswert bzw. eher ungeeignet seien.

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Sekundär progrediente MS: Cholesterin-Senker kann Hirnzellen schützen

Eine aktuelle britische Studie zeigte, dass die Einnahme von hochdosiertem Cholesterin-Senker Simvastatin die Hirnatrophie, also den Abbau von Hirnmasse, deutlich reduzieren konnte. So war im MRT der beteiligten Personen nach zwei Jahren eine Minderung der Atrophierate um durchschnittlich 43% festzustellen.

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Niedriger Vitamin D-Wert zu Beginn der Erkrankung geht mit höherer Aktivität und Progression einer Multiplen Sklerose einher

Ein internationales Forscherteam aus Harvard hat herausgefunden, dass die Vitamin-D-Blutwerte, die Patienten ganz zu Beginn ihrer MS-Erkrankung aufweisen, signifikant mit deren Verlauf korrelieren. Und damit gegebenenfalls sogar Vorhersagen über einen langsameren bzw. schnelleren Krankheitsfortschritt möglich seien.

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Alkoholkonsum geht offenbar mit niedrigerer MS-Rate einher

Eine große schwedische Studie hat einen Zusammenhang zwischen dem Genuss von Alkohol und einer damit einhergehenden kleineren Wahrscheinlichkeit einer späteren MS-Erkrankung festgestellt. Für die Untersuchung wurden rückwirkend sogenannte Lifestyle-Daten von 6.619 MS-Patienten sowie 7.007 gesunden Kontrollpersonen aus zwei vorangegangenen Studien verglichen.

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Neue Richtlinie bietet Übersicht über vielfältige emotionale Störungen bei MS

Psychische Funktionsstörungen kommen bei Menschen mit Multipler Sklerose deutlich häufiger vor als bei der Durchschnittsbevölkerung. Diese zu erkennen und effektive Hilfen aufzuzeigen ist das Ziel einer gerade publizierten Leitlinie der weltgrößten neurologischen Gesellschaft, der American Academy of Neurology (AAN).

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Ausdauer-Sportarten könnten Gedächtnisleistung bei MS deutlich steigern

Bewegung ist generell sinnvoll und gesund. Doch könnten MS-Betroffene von bestimmten Sportarten in ganz besonderem Maße profitieren. Bei einem kleinen, zunächst unscheinbaren Studienversuch in den USA zeigte sich, dass nach einem sogenanntem aeroben Trainingsprogramm erstaunlicherweise auch die Gedächtnisfunktion messbar anstieg. Bei einem zeitlich vergleichbaren „anaeroben“ Sportprogramm blieb die Merkfähigkeit hingegen unverändert.

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MS-Studie zeigt: Spezielle Lerntechnik steigert Gedächtnis und Lebensqualität enorm

Durch bestimmte Trainings-Methoden kann die Gedächtnisleistung von MS-Betroffenen deutlich und auch längerfristig verbessert werden. Im selben Zug verringern sich bei vielen oft auch Depression, Angst und andere Aspekte, die die Lebenssituation beeinträchtigen. Das sind die Ergebnisse einer US-Studie, die kürzlich im Journal „Neurology“ veröffentlicht wurden.

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Studienteilnehmer profitieren von längerfristiger Natalizumab-Behandlung

Wer wegen seiner schubförmigen MS Natalizumab nimmt, sollte auch mittelfristig nicht ohne Not wieder zu Interferon wechseln, so das Fazit einer kleinen Schweizer Studie. Patienten würden auch nach einem Zeitraum von einem Jahr durch eine geringere Schubrate und einen milderen Krankheitsfortschritt deutlich profitieren.

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Aussagekräftige MS-Verlaufskontrolle durch einfachen Geh-Test?

Wie schnell können Sie, als MS-Betroffener, eine Distanz von 8,5 Metern gehen? Das Ergebnis dieses simplen Tests kann eine hilfreiche Methode sein, um Krankheitsfortschritt und Funktionsverlust sehr genau festzustellen. Der zugrundeliegende sogenannte Timed 25-Foot Walk (T25-FW) ist dabei gar nicht brandneu. Er wurde aber in seiner Aussagekraft unterschätzt und deshalb nur selten durchgeführt, so die Resultate einer US-amerikanischen Studie, die gerade im Fachblatt Neurology veröffentlicht wurde.

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Tierexperiment mit Hautzellen nährt Hoffnung bei progressiver MS

Stammzellen aus der Haut zeigten bei Mäusen gute Effekte bei der Reparatur von Nervengewebe, so die Ergebnisse einer aktuellen italienischen Studie. Erfolgreiche Versuche dieser Art sind besonders bemerkenswert, da hier nicht nur Entzündungen gemildert und spätere Defekte verhindert werden können.

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MS: Neue und überraschende Studiendaten zum Thema CCSVI

Seit einigen Jahren werden immer wieder spezielle Venenverengungen im Kopf-Hals-Bereich als Risikofaktor für MS diskutiert und erforscht. Im Fachtitel Lancet ganz aktuell veröffentlichte Studienergebnisse nehmen dieser These nun deutlich Wind aus den Segeln. Die Annahme „seltene Venenverengung gleich hohes Risiko für MS“ kann zumindest in dieser einfachen Form nicht gelten.

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Myelin-Pflaster zeigt positiven Effekt bei schubförmiger MS

Pflastern statt spritzen… und das mit guten Erfolgen in der Krankheitsaktivität der MS? Künftig vielleicht kein ferner Traum mehr, wenn man eine kürzliche Publikation im renommierten Fachblatt JAMA Neurology betrachtet und weiterdenkt.

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Rauchen kann gegen Interferon immun machen

Wer als MS-Betroffener Interferon spritzt und gleichzeitig raucht, hätte jetzt vielleicht noch einen Grund mehr, sich künftig vom Glimmstengel fernzuhalten:

Eine aktuelle Studie mit 695 Teilnehmern zeigte, dass MS-Patienten, die während ihrer Therapie mit Interferon-Beta-1a regelmäßig rauchen, deutlich öfter Antikörper gegen das Medikament entwickeln als Nichtraucher.

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Magnetstimulation kann Fatigue und Depression bei MS positiv beeinflussen

Die Stimulierung ganz bestimmter tiefer Hirnregionen mithilfe von Magnetfeldern führt häufig zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens bei Multipler Sklerose. Bisher konnte vor allem die chronische Erschöpfung (Fatigue) oft nur unzureichend behandelt werden. Möglicherweise könnte sich das bald ändern…

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Ultraschallbefund ist eng verknüpft mit speziellen Funktionseinschränkungen bei Multipler Sklerose

Eine leichte Vergrößerung des sogenannten 3. Hirnventrikels kann wichtige Hinweise für die Krankheitsbeurteilung bei Multipler Sklerose liefern, so die ersten Ergebnisse einer aktuellen Studie. Mit einer solchen Vergrößerung verknüpft waren insbesondere motorische und kognitive Funktionen, also Fähigkeiten, die die Bewegung bzw. das Lernen und Erinnern betreffen.

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MS-Forschung: Kombination von Kortison und Ulinastatin zeigt erstaunliche Effekte

Die Kombination aus bewährtem Kortison mit dem Wirkstoff Ulinastatin könnte MS künftig effektiver bekämpfen, so erste Erkenntnisse einer aktuellen tierexperimentellen Studie.

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Eculizumab (Soliris®) zeigt vielversprechende Effekte auf schubförmige Neuromyelitis optica

Wer an Neuromyelitis optica (NMO) leidet, für den könnte es neue Hoffnung geben. Wie eine kleine US-Studie jetzt zeigte, wirkte sich eine Behandlung mit Eculizumab (Handelsname Soliris®) in den meisten Fällen positiv auf Sehschärfe, Schubrate und Krankheitsverlauf aus.

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Kognitive Defizite beginnen bei MS oft früh, entwickeln sich aber meist weniger gravierend als bisher angenommen

Etwa 21% aller MS-Patienten erleben bereits innerhalb der ersten 5 Krankheitsjahre leichte Beeinträchtigungen von Gedächtnis und Aufmerksamkeit. 6% haben stärkere Einschränkungen dieser sogenannten kognitiven Fähigkeiten. Die gute Nachricht ist: Insbesondere die Rate der schweren Defizite nimmt in den kommenden 25 Jahren dann kaum noch zu, so die Ergebnisse einer großen Querschnittsstudie.

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Siponimod zeigt in früher Studienphase verheißungsvolle Erfolge bei schubförmiger MS

Der Rezeptor-Regler Siponimod scheint positive Effekte auf die Aktivität von Hirnläsionen bei schubförmiger MS zu haben. Diese ersten Ergebnisse einer Phase-II-Studie sind im aktuellen Lancet veröffentlicht.

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Kein nennenswerter Effekt von Dronabinol auf den Verlauf von progredienter MS

Bei progredienter Multipler Sklerose kann das Cannabinoid Dronabinol offenbar keine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bewirken. Dies ist das Ergebnis der sogenannten CUPID-Studie, die gerade im Fachblatt Lancet veröffentlicht wurde.

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Lisdexamfetamin kann Merkfähigkeit bei Multipler Sklerose verbessern

Wer als MS-Betroffener zu den rund 50% gehört, die unter sogenannten kognitiven Schwierigkeiten wie Gedächtnisproblemen leiden, könnte von diesem – seit Jahren international erfolgreich in der Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADHS) bei Kindern und Erwachsenen verwendeten – Arzneimittel profitieren. Zu diesem Schluss kommt eine kleine US-Amerikanische Studie, die die Wirkung und Verträglichkeit von Lisdexamfetamin erstmals in Zusammenhang mit der Multiplen Sklerose untersuchte.

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Cannabis-Spray Sativex: Studie zeigt auch langfristig gute Wirkung und Toleranz bei Spastik

Bei MS-bedingter Spastik kann das, aus einem Dickextrakt aus Cannabisblättern und -blüten gewonnene und auch unter dem Wirkstoff Nabiximols bekannte Spray Sativex® einem Großteil der Betroffenen Linderung bringen.

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Fumarsäure zeigt bei allen Sub-Gruppen mit RR-MS gute Wirkung – ganz besonders bei Jüngeren

Vor einiger Zeit sorgte die DEFINE-Studie, die die Wirkung des oralen Fumarsäure-Medikaments BE-12 bei schubförmiger MS umfassend untersuchte, für Aufsehen. Zeigte sie im Vergleich zur Plazebo-Kontrolle doch deutliche Verbesserungen bezüglich der Schubrate sowie des Krankheitsfortschritts.

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MS und Depression: Duloxetin positiv bewertet

Wenn es als Begleiterscheinung der Multiplen Sklerose zu depressiven Phasen kommt, lohnt sich möglicherweise ein Behandlungsversuch mit Duloxetin. Zu diesem Ergebnis kommt eine Multicenter-Studie aus der Schweiz und Italien. Allerdings war die Teilnehmerzahl für eine endgültige Aussage zu klein, außerdem wurde nicht im Vergleich mit Plazebo getestet.

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