Alternativmedizinische Behandlungsmethoden

Etwa 40–60% der Parkinson-Patienten nehmen – meist zusätzlich zur medikamentösen Therapie – alternativmedizinische Therapien in Anspruch. Unter diesen werden Entspannungs-, Meditations-, Atem- und Bewegungsübungen wie beispielsweise Taijiquan, Qigong, Yoga sowie Akupunktur und Massagen häufig angewendet.

Einige Patienten verwenden Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Vitamine, um Mangelzuständen vorzubeugen oder vermeintliche Mangelzustände zu behandeln. Aussagekräftige klinische Studien, die eine Wirksamkeit dieser Behandlungen hinsichtlich der Lebensqualität und Symptomverbesserung untersucht haben, liegen nicht vor. Bei der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln besteht die Möglichkeit schädlicher Wechselwirkungen mit der medikamentösen Therapie.

Vorsicht ist insbesondere bei der Einnahme von L-Dopa-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln, zum Beispiel Extrakten der Juckbohne (Mucuna pruriens) geboten, da der L-Dopa-Gehalt hier oft schwankend ist und so zusammen mit einer medikamentösen L-Dopa-Therapie zu deutlichen Wirkschwankungen führen kann.

 

 

 


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