Ist die Parkinson-Krankheit heilbar?

Das hängt von der Ursache ab. Bei der klassischen und häufigsten Form des Morbus Parkinson mit unbekannter Ursache (primäres oder idopathisches Parkinson-Syndrom) wurde in der Fachliteratur noch kein Heilungserfolg beschrieben. Bei Therapieverfahren, die mit Heilungsversprechen angepriesen werden, ist deshalb Vorsicht, um nicht zu sagen tiefes Misstrauen angebracht.

Immerhin aber gibt es gute Chancen, die Erkrankung bzw. eine Zunahme der Beschwerden mit Medikamenten lange Zeit aufzuhalten. Und es gibt in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einige pflanzliche Naturstoffe, die das Fortschreiten der Nervenzelldegeneration offenabr ebenfalls aufhalten können. Mehr dazu hier.

Sonderformen teilweise heilbar

Anders, nämlich günstiger sieht die Sachlage aus, wenn es sich um sekundäre Formen handelt, bei denen Gründe identifizierbar sind, die die Parkinson-Symptomatik ausgelöst haben. Etwa beim medikamentös bedingten Parkinsonoid, das wieder verschwindet, wenn die dafür verantwortlichen Arzneimittel (z.B. Neuroleptika oder Mittel gegen Übelkeit) abgesetzt werden.

Auch psychische Ursachen können, wenngleich sehr selten, zur Entstehung eines Parkinson-artigen Beschwerdebildes führen. Dann sind die Heilungschancen ebenfalls gut, soweit es gelingt, die auslösende psychische Ursache zu beseitigen.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn

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