Was ist eine akinetische Krise?

Eine akinetische Krise kann im Spätstadium eines Morbus Parkinson auftreten und ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Dabei kommt es zu einer kompletten Bewegungsunfähigkeit. Mitunter wird diese Starre aber auch begleitet von einem starken Zittern (vor allem der Hände).

Die akinetische Krise kann plötzlich einsetzen oder sich innerhalb von einigen Tagen langsam aufbauen. Die Bewegungsunfähigkeit kann so weit gehen, dass die Betroffenen nicht einmal mehr kauen und schlucken können. Häufig kommt es deshalb als Begleitkomplikation auch zu akutem Flüssigkeitsverlust, weil es nicht mehr möglich ist, etwas zu trinken.

Sofort ins Krankenhaus

In jedem Fall ist eine sofortige Klinikeinweisung notwendig, denn potentiell besteht Lebensgefahr. Dort folgt in der Regel die Versorgung auf einer Intensivstation. Die Parkinson-Krise selbst wird mit Medikamenten behandelt, allen voran mit Amantadin und L-Dopa.

Ein wichtiger Hinweis für Angehörige: Ein absolutes Warnsignal ist, wenn die Betroffenen neben der Bewegungslosigkeit auch nicht mehr sprechen oder schlucken können.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Anzeigen