Welche Besonderheiten weisen vererbte Formen der Parkinson-Krankheit auf?

Leiden in einer Familie mehr als zwei Angehörige an der Parkinson-Krankheit, besteht der Verdacht, dass es sich um eine der familiären Formen handeln könnte. Diese weisen jeweils einige Besonderheiten und einen typischen Erbgang (autosomal dominant oder rezessiv) auf.

Das Erkrankungsalter ist meist jünger – teilweise unter 40 Jahre –  als beim wesentlich häufigeren idiopathischen Parkinson-Syndrom (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache entstehend). Und innerhalb der betroffenen Familien gibt es meist sogar eine Tendenz zur weiteren Verjüngung. Außerdem sind mit dieser Erkrankungsform noch andere als die typischen Parkinson-Symptome verbunden.

Bisher wurden mehr als 10 veränderte Genstellen beschrieben, die verschiedene familiäre Parkinson-Syndrome verursachen. Wissenschaftler haben die Hoffnung, diese Veränderungen mithilfe gentechnischer Methoden in Zukunft korrigieren und dadurch die erblichen Parkinson-Krankheiten heilen zu können.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Anzeigen