Muss man zur Behandlung der Parkinson-Krankheit ins Krankenhaus?

Das hängt vom individuellen und aktuellen Krankheitszustand ab. Normalerweise ist eine ambulante Behandlung beim niedergelassenen Neurologen ausreichend, wenn die Diagnose eindeutig ist und die Tabletten gut anschlagen.

Ein Krankenhausaufenthalt kann aber erforderlich werden, wenn

  • die Parkinson-Diagnose nicht eindeutig ist, also noch andere Ursachen der Beschwerden in Betracht kommen
  • die vom Arzt verordneten Medikamente nicht wirken oder mit nicht beherrschbaren Nebenwirkungen einhergehen
  • die ambulante Einstellung der Medikation schwierig (z.B. im fortgeschrittenen Krankheitsstadium) oder eine Neueinstellung nötig ist, da die Maßnahmen in der Arztpraxis nicht mehr ausreichen
  • die Ärzte einen "gesamthaften" Therapieansatz verfolgen (Medikamenteneinstellung, Krankengymnastik, Sprechtherapie, u.a.), was zumindest zu Beginn in einer Klinik einfacher sein kann

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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