Wann darf man Stalevo bei Parkinson nicht einnehmen?

Stalevo® darf unter verschiedenen Voraussetzungen nicht eingenommen werden. Dazu gehören Unverträglichkeiten und manche Vorerkrankungen. Aber auch in der Kombination mit anderen Medikamenten ist Vorsicht geboten. Und schließlich ist das Medikament für Schwangere und stillende Frauen tabu.

Stalevo® enthält als Kombinationspräparat drei verschiedene Wirkstoffe (Levodopa, Carbidopa und Entacapon), die den Dopaminspiegel im Gehirn erhöhen und sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Eingesetzt wird es vor allem dann, wenn eine Behandlung mit L-Dopa allein nicht mehr ausreicht und die Wirkung bereits nach kurzer Zeit nachlässt.

Stalevo und MAO-Hemmer: zu viel des Guten

Die Behandlung mit dem Präparat ist allerdings nicht erlaubt, wenn man bekannte Allergien gegen einen der Wirkstoffe Levodopa, Carbidopa, Entacapon oder einen der anderen in Stalevo® enthaltenen Bestandteile hat.

Außerdem darf man es nicht zusammen mit bestimmten Medikamenten zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmern) einnehmen, da es sonst zu gefährlich hohen Dopaminspiegeln im Körper kommen kann. Auch zusammen mit einigen weiteren Medikamenten ist Stalevo® nicht geeignet.

Informieren Sie Ihren Arzt deshalb über alle Präparate, die Sie einnehmen, auch wenn es sich um vermeintlich harmlose pflanzliche Arzneimittel handelt.

Bei manchen Erkrankungen ungeeignet

Weitere Gegenanzeigen sind: Engwinkelglaukom (eine Augenerkrankung), vorangegangenes malignes neuroleptisches Syndrom (MNS), atraumatische Rhabdomyolyse (eine seltene Muskelerkrankung) und schwere Lebererkrankungen.

Weiterhin gibt es Umstände, unter denen die Behandlung mit der Wirkstoffkombination nur unter äußerster Vorsicht erfolgen darf.

Dazu gehören:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Lungenerkrankungen und Asthma
  • Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Störungen im Hormonhaushalt
  • Magengeschwüre
  • Krampfanfälle
  • chronischer Durchfall
  • schwere psychische Erkrankungen
  • chronisches Weitwinkelglaukom

Sollten Sie unter einer der genannten Erkrankungen leiden und eine Behandlung mit Stalevo® für Sie relevant sein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Kein Stalevo in Schwangerschaft und Stillzeit

Für die einzelnen Bestandteile des Medikaments liegen tierexperimentelle Studien vor, die bei trächtigen Tieren eine Schädigung des Embryos gezeigt haben. Auch wenn es beim Menschen bisher keine Untersuchungen dazu gibt, sollte Stalevo® während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Da Levodopa in die Muttermilch übergeht und damit auch das Kind erreichen könnte, dürfen Frauen das Medikament während der Stillzeit ebenfalls nicht einnehmen, da die Folgen ungewiss sind. Außerdem hemmt Dopamin ein bestimmtes Hormon, das für die Milchproduktion verantwortlich ist. Unter der Behandlung könnte sie daher unterdrückt werden.

Autoren: Celina Hofmann, Eva Bauer (Ärztin)

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