Parkinson: Was ist bei der Einnahme Stalevo zu beachten?

Befolgen Sie bei der Einnahme von Stalevo® immer genau die Anweisungen Ihres behandelnden Arztes. Die Tablette sollten Sie unzerkaut schlucken und pro Einnahme nur eine Tablette nehmen. Ob Sie sie zu einer Mahlzeit oder "pur" einnehmen, können Sie sich aussuchen. Auf die Wirkung hat das keinen Einfluss.

Stalevo® enthält eine Kombination aus drei Wirkstoffen:

  • Levodopa: hebt den Dopaminspiegel im Gehirn an und verbessert damit die typischen Beschwerden bei Parkinson wie Bewegungsarmut, Zittern und Steifigkeit.
  • Carbidopa: sorgt dafür, dass Levodopa tatsächlich nur im Gehirn wirkt und nicht auch in anderen Regionen des Körpers.
  • Entacapon: wirkt nicht eigenständig, aber in Kombination mit L-Dopa, indem es den Abbau von Dopamin hemmt.

Immer eine Tablette als ganze einnehmen

Das Präparat steht in vielen verschiedenen Wirkstärken zur Verfügung. Es ist nämlich wichtig, die Therapie vorsichtig mit einer geringen Dosis zu beginnen und langsam aufzustocken, bis die individuell richtige Menge gefunden ist. Es soll immer nur eine Tablette eingenommen werden, das aber bis zu viermal täglich.

Eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit

Sollten Sie im Alltag Kraftfahrzeuge oder andere Maschinen bedienen, beachten Sie, dass Stalevo® unter anderem zu Schwindel und Sehstörungen führen kann. Halten Sie daher Rücksprache mit Ihrem Arzt, und fahren Sie nur, wenn Sie sich wirklich sicher im Umgang mit Ihrem Fahrzeug fühlen. Wenn Sie sich schläfrig, schwindelig und benommen fühlen, oder wenn Sie unter Sehstörungen leiden, lassen Sie das Auto stehen, auch wenn Ihr Arzt Ihnen das Fahren grundsätzlich erlaubt hat.

Achten Sie auf sich

Da der Botenstoff Dopamin neben der Bewegung für viele weitere Bereiche zuständig ist und auch unsere Psyche beeinflusst, kann es sein, dass Ihnen selbst oder Ihrem Umfeld Veränderungen auffallen, die Sie hellhörig machen sollten. Fühlen Sie sich niedergeschlagen und depressiv oder neigen Sie plötzlich zu unkontrolliertem Verhalten wie Spielsucht, Esssucht oder ausgeprägter Steigerung der Libido, kann das auf das Medikament zurückzuführen sein.

Ziehen Sie daher am besten auch nahestehende Personen ins Vertrauen, damit sie ein Auge auf Sie haben und mögliche Verhaltensauffälligkeiten richtig einordnen können.

Autoren: Celina Hofmann, Eva Bauer (Ärztin)

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