Wann kommt eine Operation zur Behandlung der Parkinson-Krankheit in Frage?

In der Regel muss bei einer Parkinson-Erkrankung nicht operiert werden. Eine mögliche Gehirnoperation, die sogenannte Tiefe Hirnstimulation (THS), wird im allgemeinen nur bei sehr fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom durchgeführt, wenn Medikamente nicht mehr ausreichend wirken und sich die Bewegungsstörungen nicht mehr kontrollieren lassen.

Ein weiterer Grund für eine Operation kann starkes Zittern sein, das durch Medikamente nicht mehr zu stoppen ist.

Insgesamt ist diese Operation aber nicht Bestandteil der "Standardtherapie". Es fehlt vor allem noch an ausreichender Erfahrung im Langzeitverlauf, auch was Nebenwirkungen betrifft. Und der Eingriff ist auch nicht völlig ungefährlich, einzelne Todesfälle sind bereits vorgekommen.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser/Dr. med. Jörg Zorn

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