Wie wirken NMDA-Antagonisten gegen Parkinson?

NMDA-Antagonisten nennt man eine Gruppe von Medikamenten, die die Wirkung des Botenstoffes Glutamat hemmen. Dessen Konzentration ist bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung häufig erhöht und wird durch die Einnahme der NMDA-Antagonisten gesenkt.

Amantadin und Budipin

Es gibt in Deutschland zwei Wirkstoffe, die den NMDA-Antagonisten zugeordnet werden: Amantadin und Budipin. Amantadin wirkt sowohl allein als auch in Kombination mit anderen Medikamenten. Neben der direkten Effekte auf die Parkinson-Symptome werden auch die Nebenwirkungen einer L-Dopa-Therapie reduziert.

Budipin hilft vor allem gegen das Zittern. Allerdings kann es unter der Behandlung zu Herzrhythmusstörungen kommen. Budipin darf deshalb nur bei nachweislich herzgesunden Personen eingesetzt werden.

Begriffserklärung NMDA-Antagonisten

Mediziner fühlen sich aus einem nicht ganz ersichtlichen Grund wohler, wenn sie Begriffe benutzen, die außer ihnen selbst niemand versteht. NMDA-Antagonisten heißt so viel wie "Gegenspieler des NMDA". Und NMDA steht für n-Methyl-D-Aspartat. Das ist eine künstlich hergestellte Substanz, die ähnlich wie Glutamat wirkt. Unterm Strich sind NMDA-Antagonisten also Glutamat-Hemmer.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser/Dr. med. Jörg Zorn

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