Parkinson-Therapie: Was bedeutet "Pumpen-Behandlung"?

Wenn die Einnahme von Tabletten nicht mehr zu einer ausreichenden Wirkung führt, kann man die Medikamente auch über eine Kanüle oder Sonde zuführen, die man dauerhaft am oder im Körper trägt. Das nennt man Pumpenbehandlung, weil eine Pumpe dafür sorgt, dass die Medikamentenzufuhr regelmäßig erfolgt.

Nur etwas für Ausnahmefälle

Eine Pumpenbehandlung bei Morbus Parkinson ist nur dann eine Option, wenn die Erkrankung schon sehr fortgeschritten ist und sich die Beschwerden auf konventionellem Weg nicht zufriedenstellend lindern lassen. Zwei Formen der Behandlung mit einer sogenannten Pumpe kommen dann in Betracht: die Apomorphin- und die Duodopa-Pumpe. Bei der Apomorphin-Pumpe wird der Wirkstoff Apomorphin (ein Dopamin-Agonist) über eine Dauerkanüle unter die Haut "gepumpt". Bei der Duodopa-Pumpe wird eine kleine Sonde durch die Bauchwand in den oberen Dünndarmbereich gesetzt und von außen durch die Pumpe der Wirkstoff L-Dopa zugeführt.

Beide Pumpen müssen dauerhaft getragen werden. Das ist nicht schön, aber auch bei weitem nicht so belastend, wie es auf den ersten Blick vielleicht erscheint. Und wenn es einem danach deutlich besser geht, weil die Medikamente wieder zuverlässig wirken, ist das allemal eine Verbesserung der Lebensqualität.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser/Dr. med. Jörg Zorn

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