Stimmt es, dass die Lust auf Sex bei der Parkinson-Krankheit zunehmen kann?

Ja. Bei Menschen, die an der Parkinson-Krankheit leiden, treten nicht selten sexuelle Probleme auf. Teilweise ist dafür die Erkrankung selbst und teilweise deren medikamentöse Behandlung verantwortlich.

Letzteres trifft auf die sogenannte Hypersexualität zu. Hinter diesem gestelzten Begriff (typischer Mediziner-Jargon) steckt eine übermäßige Steigerung der sexuellen Lust (der Libido). Insbesondere Medikamente aus der Gruppe der Dopamin-Agonisten können einen solchen Effekt verursachen, der alles andere als lustig ist.

Diese unabsichtlich herbeigeführte Lustvermehrung bei eventuell gleichzeitig – nämlich krankheitsbedingt – verminderter Potenz kann die Psyche und die Partnerschaft vor erhebliche Probleme stellen. Sprechen Sie diese heikle Situation offen beim behandelnden Arzt an. Durch eine geeigete Änderung der Tabletten kann der vergleichsweise einfach für Abhilfe sorgen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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