Safinamid bei Parkinson: Sind Nebenwirkungen zu befürchten?

Safinamid, im Handel als Xadago® erhältlich, erhöht den Dopaminspiegel im Gehirn, indem es dessen Spaltung durch die Monoaminooxidase B (MAO-B) verhindert. Wie alle MAO-Hemmer kann Safinamid so auch verschiedene, teils schwere Nebenwirkungen verursachen.

Im Vergleich gut verträglich

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist Xadago® ein recht sicheres Medikament. Es hemmt das Enzym Monoaminooxidase (ein Eiweiß, das Dopamin spaltet und abbaut) zum einen selektiv, beeinflusst also weitgehend keine anderen Botenstoffe, die dadurch ebenfalls abgebaut werden; zum anderen blockiert es die MAO-B nur eine Zeit lang (reversibel) und ist damit in der Anwendung weniger heikel.

Außerdem wird Safinamid oft in Kombination mit L-Dopa eingesetzt. Da sich beide Substanzen gut ergänzen und in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken, kann die Dosis jeweils recht gering gehalten werden. Dadurch werden auch die Nebenwirkungen minimiert.

Dopamin mischt überall mit

Dennoch bleiben, wie bei allen anderen Medikamenten gegen Parkinson, auch hier unliebsame Nebenwirkungen nicht aus, da ein Anstieg des Dopaminspiegels im Gehirn nicht nur die Parkinsonsymptome beeinflusst.

Außer der Motorik ist der Botenstoff beispielsweise zuständig für die Psyche, indem es uns motiviert und antreibt. Außerdem wirkt er auch in ganz anderen Bereichen des Körpers, regelt die Funktion der Bauchorgane und beeinflusst manche Hormonsysteme. So erklären sich die vielen unterschiedlichen unerwünschten Wirkungen, die unter Dopamin auftreten können.

Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1% der Behandelten) sind z.B.:

  • Schwindel
  • Schlaflosigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Probleme beim Ausführen willkürlicher Bewegungen

Gelegentlich treten unter anderem auf:

  • Hautkrebs
  • Eisenmangel
  • Blutdruckveränderungen
  • psychische Probleme
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • abnorme Muskelkontraktionen
  • Störungen der Impulskontrolle

Allerdings: All diese Beschwerden können, müssen aber nicht auftreten. Sollten Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen bei sich beobachten oder andere Veränderungen an sich feststellen, wenden Sie sich am besten an Ihren behandelnden Arzt.

Autoren: Celina Hofmann, Eva Bauer (Ärztin)

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