Parkinson: Wann darf man Opicapon nicht einnehmen?

Unter bestimmten Umständen darf man Opicapon (Handelsname Ongentys®) nicht oder nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen einnehmen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt genau darüber informieren, welche Vorerkrankungen Sie haben und ob Sie andere Arzneimittel einnehmen.

Tabu bei Allergien und bestimmten Tumoren

Bei bekannten allergischen Reaktionen auf den Wirkstoff Opicapon oder andere im Handelspräparat Ongentys® enthaltene Stoffe dürfen Sie das Medikament keinesfalls einnehmen, da sonst die Gefahr eines lebensbedrohlichen Schocks besteht.

Auch bei bestimmten Tumorerkrankungen darf man Opicapon nicht einnehmen. Dazu gehören das Phäochromozytom, Paragangliom und andere Tumoren, die den Botenstoff Katecholamin produzieren. Sollte bei Ihnen in der Vergangenheit ein malignes neuroleptisches Syndrom oder eine atraumatische Rhabdomyolyse aufgetreten sein, ist Opicapon ebenfalls nicht das richtige Medikament für Sie.

Aufpassen auf die Leber

Eine eingeschränkte Nierenfunktion steht der Verordnung von Ongentys® nicht im Wege. Auch eine leichte Funktionsstörung der Leber ist zu tolerieren. Ist die Leber, in der die Substanz abgebaut wird, allerdings stärker beeinträchtigt, muss die Behandlung gut abgewogen werden und im Zweifelsfall unterbleiben.

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte man Opicapon, wie die meisten Parkinson-Medikamente, nicht einnehmen. Bei bestehendem Kinderwunsch sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Möglichkeiten und Risiken einer Schwangerschaft für Frauen mit Morbus Parkinson.

Vorsicht mit anderen Medikamenten

Arzneimittel aus der Gruppe der MAO-Hemmer (Monoaminoxidase-Hemmer) dürfen zusammen mit Opicapon nur eingenommen werden, wenn beide Wirkstoffe explizit zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt und entsprechend aufeinander abgestimmt werden.

Bei der gleichzeitigen Einnahme mit Medikamenten, die das Enzym COMT abbauen, trizyklischen Antidepressiva, Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern, Repaglinid und OATP1B1-Substraten ist außerdem besondere Vorsicht geboten.

Sprechen Sie also unbedingt mit Ihrem Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Auch scheinbar harmlose pflanzliche Präparate können wirksame Stoffe enthalten, die mit anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten können.

Autoren: Celina Hofmann, Eva Bauer (Ärztin)

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