Welche Nebenwirkungen können unter Selegilin auftreten?

Selegilin (Movergan®, Antiparkin®) erhöht wie die meisten anderen Parkinson-Medikamente auch den Dopamin-Spiegel im Gehirn. Meist wird es in Kombination mit Levodopa eingesetzt. Dadurch werden die typischen Parkinson-Beschwerden gelindert, zugleich kann der Eingriff in den Botenstoff-Haushalt des Gehirns aber auch verschiedene Nebenwirkungen verursachen. Das muss nicht passieren, aber man sollte davon wissen, um ggf. richtig reagieren zu können.

Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1% der Behandelten) sind:

  • Schlafstörungen
  • trockener Mund
  • Schwindel-Anfälle
  • erhöhte Leberwerte im Blut (Transaminasen wie GOT und GPT)
  • Übelkeit und Erbrechen (in Kombination mit Levodopa)

Mitunter kann die Behandlung auch zu vermindertem Appetit führen. Auch psychische Symptome sind nicht selten, vor allem Verwirrung und Ängste oder Halluzinationen. Außerdem kann der Herzschlag verlangsamt werden und der Blutdruck abfallen (was unter anderem die Schwindelgefühle erklärt). Bestehen schon Herzrhythmusstörungen oder auch ein Bluthochdruck, darf das Medikament nicht eingenommen werden.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn



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