Wie unterscheiden sich L-Dopa und Dopamin-Agonisten?

Sowohl L-Dopa als auch die Gruppe der Dopamin-Agonisten (zu deutsch: Dopamin-Nachahmer) sind medikamentöse Wirkstoffe gegen die Parkinson-Erkrankung. Und beide gleichen den Mangel an Dopamin aus, zumindest ist das das Ziel der Behandlung. Soweit zu den Gemeinsamkeiten.

L-Dopa, auch Levodopa genannt, ist die Vorstufe des Überträgerstoffes Dopamin, der bei der Parkinson-Krankheit vermindert ist oder gar nicht mehr produziert wird. Mit L-Dopa kann also das bei der Parkinson-Erkrankung fehlende Dopamin ersetzt werden. Da von "außen" zugeführtes Dopamin nicht ins Gehirn eintreten kann, wird L-Dopa benutzt, das die "Blut-Hirn-Schranke" überwinden kann und dann im Gehirn ins "richtige" Dopamin umgebaut wird.

Die Dopamin-Agonisten sind Medikamente, die, obwohl sie chemisch anders aufgebaut sind, so ähnlich wirken wie Dopamin. Und die Dopamin-Agonisten gelangen ohne Umwandlung problemlos ins Gehirn.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser/Dr. med. Jörg Zorn